Australien-Coach van Marwijk bezahlt Trainer-Stab selbst

Achtköpfiger Mitarbeiterstab

Image: Bert van Marwijk bezahlt seinen Trainerstab aus der eigenen Tasche.

Australiens niederländischer Nationaltrainer Bert van Marwijk lässt sich seinen zweiten Auftritt bei einer Fußball-WM einiges kosten.

Für eine möglichst optimale Vorbereitung der Socceroos auf die WM-Vorrundenspiele gegen Mitfavorit Frankreich, Dänemark und Peru engagierte der frühere Bundesliga-Coach laut australischer Medienberichten auf eigene Kosten einen achtköpfigen Mitarbeiterstab. Australiens Verband hatte zuvor einen Antrag des 65-Jährigen auf eine Kurzanstellung seiner Landsleute aus Kostengründen abgelehnt.

Mitarbeiterstab unverzichtbar

Van Marwijk allerdings, der 2010 in Südafrika bei seinem WM-Debüt als Trainer mit der niederländischen Nationalelf bis ins Finale gekommen war, hält die Unterstützung durch seinen Stab nach nur rund viermonatiger Amtszeit offenbar für unverzichtbar.

"Ich hätte gerne mit australischen Trainern gearbeitet. Aber ich habe keine Zeit und kann mir keine Kommunikationsprobleme leisten. Wenn ich in so kurzer Zeit eine Mannschaft entwickeln soll, muss ich mit Leuten arbeiten, die ich kenne und die mich kennen. Sie müssen mir in die Augen schauen und wissen, was ich meine", sagte der ehemalige Profi.

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Van Marwijk hört nach der WM auf

Für van Marwijk, der nach der erfolgreichen WM-Qualifikation mit Saudi-Arabien aus persönlichen Gründen zurückgetreten war, ist die Aufgabe als australischer Coach ein Intermezzo. Nach der Übernahme der Nachfolge von Ange Postecoglou im vergangenen Januar endet sein Engagement in "Down under" nach dem WM-Turnier durch die Übergabe des Amtes an Graham Arnold. Für seine Tätigkeit erhält van Marwijk vom australischen Verband ein Honorar von umgerechnet gut 650.000 Euro.

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Sein Trainer-Team besteht aus vier Assistenzcoaches, zwei Video-Analysten und zwei Scouts zur Gegnerbeobachtung. Zum Stab gehört auch Bayern Münchens früherer Mittelfeldstar und van Marwijks Schwiegersohn Mark van Bommel. (sid)