Karim Bellarabi ist knapp eine Woche nach seinem Kreislaufkollaps im Testspiel gegen den Wuppertaler SV wieder ins Training eingestiegen. Nun spricht der 28-Jährige erstmals über seinen Zusammenbruch.
Bellarabi war kurz nach seiner Auswechslung zur Halbzeit kollabiert und wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Offensivspieler von Bayer Leverkusen erklärt, wie es zu seinem Kollaps kam. "Ich weiß nur, dass ich in der Halbzeit gemerkt habe, dass die Kraft etwas weg war. Aber alles war eigentlich ganz normal. Keine Anzeichen, dass etwas passieren könnte. Ich hatte genug Wasser getrunken, dann bin ich umgekippt", sagte Bellarabi dem Kicker.
Der Bundesliga-Profi beschreibt, wie es ihm danach ergangen ist. "In der folgenden halben Stunde war ich nicht so richtig da, bin im Krankenhaus wieder richtig zu mir gekommen. Wie das alles passieren konnte, weiß ich nicht so richtig", so der 28-Jährige.
Bellarabi dachte an den Fall Nouri
Der Kreislaufkollaps ging an ihm und seinem Umfeld nicht spurlos vorüber. "Natürlich war das ein Schock für mich und meine Familie. Ich selber habe mich sehr erschrocken", schildert Bellarabi.
In der Folge dachte der elffache deutsche Nationalspieler auch an den Fall von Abdelhak Nouri, der im letzten Jahr während eines Testspiels mit Ajax Amsterdam gegen Werder Bremen einen Herzstillstand erlitt und bleibende Hirnschäden davontrug.
"Ich habe mir Gedanken über solche Fälle wie den von Nouri gemacht. Er ist auch einfach umgekippt. Das war eine sehr traurige Geschichte, nach der sich jeder Fußballer gefragt hat, wie so etwas passieren kann. Deswegen hatten sich auch meine Freunde und Familie sehr erschrocken", so Bellarabi.