Der Nachfolger von Marco Reus als Kapitän bei Borussia Dortmund wird neu bestimmt - von Trainer Terzic, Sportdirektor Kehl und Klubchef Watzke. Wer es wird, ist noch offen. Reus soll beim BVB aber dennoch weiter vorangehen Auch Ex-BVB-Torhüter Roman Weidenfeller reagiert.
"Marcos Entscheidung zeugt von Größe", sagte Dortmunds ehemaliger Torhüter Roman Weidenfeller exklusiv gegenüber skysport.de. "Er wird ein wichtiger Spieler bleiben. Der BVB kann die Verantwortung, die mit dem Kapitänsamt verbunden ist, auf andere Schultern verteilen. Das ist für den Verein zugleich eine gute Möglichkeit, um der nächste Generation mehr Verantwortung zu übertragen."
Alles zum Transfermarkt auf skysport.de:
Transfer Update - aktuelle Gerüchte im Live-Blog
Fixe Transfers: Übersicht mit allen Zu- & Abgängen
Alle Transfer News im Überblick
Reus soll weiter wichtige Rolle einnehmen
Auch Sportdirektor Sebastian Kehl räumt dem Routinier in Zukunft eine wichtige Rolle bei den Schwarz-Gelben ein. "Marco wird trotzdem weiter in der Verantwortung bleiben", sagte Kehl am Freitag am Rande des ersten öffentlichen Trainings der Saisonvorbereitung. "Er ist ein unglaublich wichtiger Spieler für Borussia Dortmund. Er wird weiter vorangehen wollen und wir werden ihn auch in die Verantwortung nehmen", kündigte Kehl weiter an.
Der inzwischen 34 Jahre alte Offensivspieler Reus hatte am Donnerstag öffentlich erklärt, die Kapitänsbinde weitergeben zu wollen. Der gebürtige Dortmunder hatte in der vergangenen Saison beim Vizemeister keinen Stammplatz mehr. "Das zeugt von Größe. Es zeigt, dass er ein sehr großes Verantwortungsbewusstsein für diesen Club hat", sagte Kehl weiter und deutete an, dass die Zeit von Reus in Dortmund im kommenden Sommer endgültig enden könnte.
Kehl zieht Parallele
"Ich habe das in meinem letzten Jahr auch gemacht", sagte Kehl zu Reus' Verzicht auf das Kapitänsamt. Der Vertrag von Reus, der 2012 aus Mönchengladbach gekommen war, endet im Juni 2024. "Wie das bei Marco ist - ob er vielleicht auch noch länger bleibt - das werden wir sehen"; sagte Kehl.
Wer als Kapitän nachfolgt, ist noch offen. "Es gibt einige Kandidaten, die wir haben", befand der Dortmunder Sportchef. "Wir werden uns an diesen Diskussionen nicht beteiligen, haben aber natürlich einige Kandidaten im Kopf." Indes stellte Kehl klar, dass der neue Kapitän gemeinsam von Trainer Edin Terzic, Clubchef Hans-Joachim Watzke und ihm selbst bestimmt werde.
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de / dpa
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.