In der kommenden Woche nominiert Hansi Flick den WM-Kader. Einen Verteidiger wollte der Bundestrainer von einem Comeback in der Nationalmannschaft überzeugen, doch dieser lehnte ab.
Für den Triumph bei der WM in Katar lässt der Bundestrainer nichts unversucht. Von seiner 55er-Liste wird Hansi Flick am 10. November die 26 form- und leistungsstärksten Spieler nominieren, um im Wüstenstaat den Titelangriff zu starten.
Doch eine Position bereitet dem Bundestrainer trotz der großen Auswahl große Sorgen: die des Linksverteidigers. Nach Sky Informationen wollte Flick deshalb Jonas Hector von einem DFB-Comeback überzeugen!
Hector im Oktober 2020 aus DFB-Team zurückgetreten
Bevor der Bundestrainer vor rund zwei Wochen die vorläufige 55er-Liste melden musste, erkundigte er sich bei dem Kölner nach einer möglichen Rückkehr.
Hector bestritt sein letztes von 43 Länderspielen am 19. November 2019 - im Oktober 2020 gab er offiziell seinen Rücktritt aus dem DFB-Team bekannt. Sky erfuhr: Von der plötzlichen Anfrage des Bundestrainers jetzt war Hector zwar geschmeichelt, lehnte eine Rückkehr jedoch ab.
Kölns Trainer Steffen Baumgart bestätigte die Sky Infos. "Über Jonas' Entscheidung bezüglich der WM in Katar war ich selbstverständlich eingeweiht. Jonas trifft seine eigenen Entscheidungen und braucht dabei keine Hilfe", sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Conference-League-Spiel gegen Nizza.
Linksverteidiger-Position eine große Baustelle im DFB-Team
Seit Jahren zählt die Linksverteidiger-Position zu den größten Baustellen in der Nationalmannschaft. Seit dem WM-Titel 2014, bei dem mit Benedikt Höwedes ein gelernter Innenverteidiger links in der Viererkette spielte, konnte sich mit Ausnahme von Hector kein Akteur auf der Position etablieren. Flicks Vorstoß beim Ex-Nationalspieler zeigt auch, dass er von den Leistungen seiner derzeitigen Optionen nicht vollends überzeugt ist.
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Raum im Formtief, Gosens bei Inter Dauer-Reservist
Mit David Raum (RB Leipzig) und Robin Gosens (Inter Mailand) verfügt Flick zwar über zwei Linksverteidiger von Topklubs, doch Raum steckt seit Monaten im Formtief und Gosens ist bei Inter Dauer-Reservist. Beide sind im Spiel nach vorne stark, offenbaren jedoch immer wieder Schwächen in der Defensive. Auch die Alternativen Christian Günter (SC Freiburg) und Luca Netz (Borussia Mönchengladbach) befinden sich nicht auf internationalem Top-Niveau. Hector hätte mit seinen Fähigkeiten auf der Position eine Verstärkung sein können.
Noch keine Entscheidung über Hectors Zukunft
Der Kölner war als Stammspieler bei der EM 2016, dem Confed Cup 2017 und der WM 2018 dabei. Ein weiteres Turnier wird der 32-Jährige, dessen Vertrag beim FC im kommenden Sommer ausläuft, definitiv nicht mehr spielen.
Unklar ist zudem, ob der gebürtige Saarbrücker seine Karriere nach der aktuellen Saison fortsetzen wird. Nach Sky Informationen hat Hector noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen.
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