Das Zeichen war nicht sofort zu verstehen. Als die deutsche Nationalmannschaft sich in Bukarest zum Foto vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien aufstellte, hatten die Profis ihre Trikots mit den Nummern und Namen nach vorne gedreht - es sollte ein Hinweis auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen sein.
"Die Idee kam wieder aus der Mannschaft, wie auch schon vor dem Spiel gegen Island", berichtete Kapitän Manuel Neuer bei RTL. "Wir stehen alle für Fair Play, auch außerhalb des Platzes. Wir stehen für diese 30 Menschenrechtsartikel, für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Das wollten wir damit zeigen."
Aktion nicht auf ersten Blick ersichtlich
Im Gegensatz zu den vielbeachteten HUMAN-RIGHTS-Shirts am Donnerstag in Duisburg erschloss sich die Botschaft diesmal nicht auf den ersten Blick. Die Aktion vor dem 3:0 gegen Island war gelobt worden, Kritik gab es allerdings an der anschließenden Verwertung auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Bundestrainer Joachim Löw wird für das dritte WM-Qualifikationsspiel innerhalb von sieben Tagen derweil wohl personelle Veränderungen vornehmen.
Löw plant Wechsel gegen Nordmazedonien
"Natürlich war es gut, sich einzuspielen, grundsätzlich werde ich davon nicht total abweichen. Aber es kann sein, dass der eine oder andere frische Spieler in die Mannschaft kommt", sagte Löw nach dem 1:0 (1:0) in Rumänien mit Blick auf die Begegnung am Mittwoch in Duisburg gegen Nordmazedonien.
Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) flog noch in der Nacht zurück in die Heimat. "Der eine oder andere Spieler war angeschlagen. Wir müssen jetzt gut regenerieren, dann werde ich mal sehen", sagte Löw. Das DFB-Team führt die Tabelle der Gruppe J nach zwei Siegen vor Armenien an.