Der ehemalige BVB-Angreifer Alexander Isak befindet sich seit Wochen in Top-Form. Jüngst kegelte er mit seinen Toren Real Madrid aus dem spanischen Pokal. Wird der Stürmer nun sogar wieder für den BVB interessant? Eine mögliche Klausel schürt die Gerüchte.
Ein sehenswerter Seitfallzieher in der 54. Minute, nur zwei Zeigerumdrehungen später ein Gewaltschuss aus spitzem Winkel in den Knick und eine überlegte Vorarbeit auf Mikel Merino in der 69. Minute: Alexander Isak schoss Real Sociedad San Sebastian nahezu im Alleingang ins Halbfinale der Copa del Rey (4:3) - und das gegen keinen Geringeren als Real Madrid.
Isak aktuell in Topform
Damit bestätigte der junge Schwede seine zuletzt glänzende Form. In den vergangenen zwei Wochen erzielte der 20-Jährige sieben Tore und schoss den Klub aus dem Baskenland nicht nur ins Halbfinale des Pokals, sondern auch an die europäischen Plätze in der spanischen Liga heran. Derzeit belegt La Real den achten Tabellenplatz - nur zwei Punkte hinter Atletico Madrid, das den letzten internationalen Rang (Platz sechs) einnimmt.
Dass Isak auch vor großen Namen keinen Halt macht, hat er nicht nur jüngst gegen Real Madrid gezeigt. Bereits im Dezember netzte er beim 2:2 gegen den FC Barcelona und sicherte seinen Farben damit einen wichtigen Zähler.
"Isak vergibt nicht"
Für Sociedad entpuppt sich der 1,90 Meter große Stürmer damit als absoluter Glücksgriff. Für gerade einmal 6,5 Millionen Euro wechselte er im Sommer von Borussia Dortmund nach Spanien und avanciert dort aktuell zu einem der heißesten Youngstern im europäischen Fußball.
"Isak vergibt nicht", titelte die Marca nach der jüngsten Erfolgsserie des Schweden, der es in dieser Saison in wettbewerbsübergreifend 27 Partien auf 13 Tore und zwei Assists bringt.
Isak mit starker Quote bei Willem II - aber mit Problemen beim BVB
Auch auf seiner vorherigen Station beim niederländischen Erstligisten Willem II - an den er vom BVB ausgeliehen war - zeigte Isak sein enormes Offensivpotential. In einem halben Jahr und gerade einmal 18 Spielen schraubte er sein Torekonto auf 14 nach oben und legte zudem noch weitere sieben Treffer auf. Damit war der Angreifer pro Spiel an mehr als einem Tor beteiligt.
In seiner Dortmunder Zeit konnte Isak allerdings nicht an diese Zahlen anknüpfen. Für die Profimannschaft der Schwarz-Gelben absolvierte er lediglich 13 Spiele (ein Tor, ein Assist). Natürlich muss dabei berücksichtigt werden, dass Isak bei der Borussia gerade einmal 18 Jahre alt war. Zudem hatte der junge Schwede mit Pierre-Emerick Aubameyang, Michy Batshuayi, Paco Alcacer und Co. stets mit einer namhaften Konkurrenz zu tun. So war es schwer, auf Spielzeit zu kommen. Es folgte die bereits angesprochene Leihe und der endgültige Wechsel zu Real Sociedad.
BVB mit Rückkaufklausel für Isak?
Laut mehrerer Medienberichte soll der BVB jedoch eine Rückkaufklausel für den Angreifer besitzen. Diese soll bei rund 30 Millionen Euro liegen. Außerdem habe sich die Borussia ein sogenanntes Matching Right gesichert, das es dem Klub erlaubt, jedes Angebot - das für Isak bei Sociedad eingeht - mitgehen zu können.
Doch kommt dies für den BVB überhaupt in Frage? Beim Verkauf von Isak erklärte Sportdirektor Michael Zorc: "Wir wünschen Alex Isak in Spanien den größtmöglichen Erfolg und werden seine Leistungen genau beobachten." Diese Worte deuten zumindest daraufhin, dass an der Klausel etwas dran sein könnte und der Verein weiterhin großes Potential in dem Schweden sieht.
Isak als neuer Backup für Haaland?
Allerdings hat der BVB jüngst in der Offensive in Erling Haaland einen neuen Hoffnungsträger verpflichtet, der in seinen ersten Spielen bereits einige Rekorde aufgelegt hat. Jedoch gab die Borussia Paco Alcacer, der durch den Haaland-Wechsel ins zweite Glied gerutscht ist, ab, womit man sich erneut eine Lücke im Angriff aufgerissen hat. Für die kommende Saison dürften die Verantwortlichen diese vermeiden wollen und wohl mit mindestens zwei gelernten Stürmern im Kader planen.
Möglicherweise könnte Isak dieser Lückenfüller sein und als neuer Backup für den treffsicheren Norweger fungieren. Zumindest von der Körpergröße und der Spielanlage ähneln sich die beiden - auch wenn Haaland physisch sicherlich eine Stufe über den doch eher schmächtigen Isak stehen dürfte.
Rückholaktion von Dortmund nicht gänzlich ausgeschlossen
Weist dieser in der restlichen Saison jedoch weiterhin diese Konstanz auf und kann seine guten Leistungen und seine Trefferquote konservieren, scheint eine Rückholaktion von Seiten des BVB nicht gänzlich ausgeschlossen. Dann hätte der Schwede die Möglichkeit zu zeigen, dass er sein Potential auch bei einem großen Klub ausschöpfen kann.
Und wer weiß: Vielleicht erledigt er dann erneut Real Madrid im Alleingang, allerdings nicht in der Copa del Rey, sondern auf europäischem Parkett in der Champions League ...