Bayern-Leihspieler Malik Tillman hat im Pokalspiel seines Klubs Glasgow Rangers für einen Eklat gesorgt.
Der 20-jährige Offensivakteur, der noch bis Sommer vom deutschen Rekordmeister an den schottischen Spitzenverein ausgeliehen ist, hat im Achtelfinale des schottischen FA Cup die inoffizielle FairPlay-Regel missachtet und damit für viel Gesprächsstoff gesorgt. Was war passiert?
Tillman blieb beim Spielstand von 1:1 gegen den Zweitligisten Patrick Thistle nach einem Zweikampf verletzt liegen. Die Rangers spielten den Ball ins Seitenaus. Nach kurzer Behandlungspause wollten die Gäste den Ball wieder zurück zu Glasgow spielen. Doch Tillman ging in den Zweikampf mit Verteidiger Kevin Holt, dem der Ball versprang und der offensichtlich nicht mit dem Druck seines Gegenspielers rechnete.
Verletzung der FairPlay-Regel
Anschließend stürmte der US-amerikanische Nationalspieler auf das Tor von Patrick Thistle zu, umkurvte Torhüter Jamie Sneddon und schob zum 2:1 ein (71.). Sofort entstand eine große Rudelbildung um den gebürtigen Nürnberger. Die Gäste waren alles andere als einverstanden mit der Aktion von Tillman.
Als sich die Gemüter etwas beruhigt hatten, machte Rangers-Coach Michael Beale seinem Team klar, dass sie die Gäste aus FairPlay-Gründen ausgleichen lassen sollen. Daher durfte Scott Tiffoney nach Wiederanpfiff ohne Gegenwehr zum 2:2 treffen (74.). James Sands schoss die Rangers letztendlich dann noch zum 3:2 und ins Viertelfinale (86.).
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