Mit der offiziellen Vorstellung am Donnerstag ist Leroy Sane endgültig beim FC Bayern angekommen. Der neue Angreifer äußerte sich noch etwas verhalten auf seiner ersten FCB-PK, doch der Kontext spricht Bände: Sane hat große Ziele.
Der neue Star im Kader des deutschen Rekordmeisters ist nicht aus Spaß an die Isar gewechselt: Sane will Titel gewinnen - große Titel. Der 50 Millionen Euro teure Neuzugang hat genaue Vorstellungen von seiner kommenden Zeit in München. Diese unterstrich er, wenn auch etwas vorsichtig, auf seiner Vorstellung vor der Presse.
Sane peilt mit den Bayern die Champions League an
"Ich will meinen Beitrag leisten, meine Stärken ausspielen. Die Mannschaft ist sehr stark. Da gibt es viele Top-Spieler. Wenn wir alle gut harmonieren, können wir unsere Ziele erreichen", erklärt der 24-Jährige und meint voller Überzeugung: "Bayern ist zu 100 Prozent ein Verein, der die Champions League gewinnen kann."
Schon in seinem ersten Interview sprach er von seinen persönlichen Zielen rund um Erfolge und den Gewinn der Königsklasse. Im Gespräch mit dem Vereinssender FC Bayern TV meinte Sane bereits vor einigen Wochen, dass "die Champions League ganz oben mit dabei" sei.
Kein Urlaub: Sane steht schon voll im Saft
Wie ernst es dem ehemaligen City-Angreifer ist, bewies er erstmals am 13. Juli. Genau eine Woche vor dem als Startpunkt angesetzten Trainingsbeginn schuftete der Flügelstürmer bereits mit Niklas Süle auf dem Gelände der Münchner. Laufeinheiten, erste Dribblings, Torabschlüsse. Während die übrigen Bayern-Profis noch ihren Urlaub ausklingen ließen, gab Sane alles, um in seine Bestform zurückzufinden.
Der Flügelstürmer erlitt im letzten Sommer einen Kreuzbandriss, musste danach monatelang in die Reha. Belastbar scheint das Knie wieder zu sein, echten Wettbewerbsbedingungen war es, mit Ausnahme eines Kurzeinsatzes in der Premier League, aber noch nicht ausgesetzt.
Potenzial vorhanden - Unterschiedsspieler in der Mache
Ohnehin sprach Sane bei seiner Vorstellung viel von seiner eigenen Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen sei. "Es gibt einige Sachen, wo ich mich verbessern kann, zum Beispiel meinen rechten Fuß. Im Positionsspiel habe ich einen großen Schritt bei Manchester City gemacht. Aber es gibt viele Dinge, die ich noch verbessern kann", offenbart Sane.
Um auf der Bühne der ganz Großen zum Unterschiedsspieler bei den Bayern zu werden, bedarf es seiner absoluten Top-Form. Die Konkurrenz im Kader ist alles andere als klein. Mit Serge Gnabry und Kingsley Coman hat das Team von Hansi Flick bereits zwei Angreifer von Weltformat für die Flügel. Auch wenn der Heilsbringer als gesetzt gilt, muss er abliefern, um die Münchner zu den gewünschten Titeln zu führen.
Sane will auch in Deutschland Titel sammeln
Erfahrungen im Stemmen von Pokalen durfte Sane in Manchester schon machen. Zwei Meisterschaften, je zwei Liga-Pokal- und Supercup-Siege sowie ein englischer Pokalgewinn stehen dem Offensivmann bereits zu Buche. In Deutschland wurde der Ex-Schalker auch schon Meister. Allerdings nur mit der U19 der Königsblauen.
Bei den Bayern soll sich das ändern. Neben Meisterschaften und Pokalen bleibt der erklärte Traum, mit dem sich die meisten Münchner identifizieren können dürften, aber eindeutig: der Sieg der Champions League. In der Restspielzeit darf der Neuzugang noch nicht bei der Verwirklichung helfen, 2020/2021 gibt es dann aber nur noch ein Ziel. Und hoffentlich auch kein Halten mehr.