Positive Nachrichten auf Schalke: Obwohl die Knappen sich wieder am Tabellenende wiederfinden, lichtet sich das Lazarett. Im Kellerkracher gegen Hertha steht Trainer Thomas Reis fast der komplette Kader zur Verfügung. Als Hoffnungsträger dienen ein Rückkehrer und einer, der bald weg ist.
Nach zwei Niederlagen in Folge ist der FC Schalke 04 erstmals seit dem 22.Spieltag wieder Tabellenletzter. Zum Auftakt des 28. Spieltags kommt es in der heimischen Veltins-Arena nun zum kolportierten "Abstiegsendspiel" gegen den Vorletzten Hertha BSC.
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Doch Reis will davon nichts wissen: "Vom Finale zu sprechen, allein der Ausdruck passt mir eigentlich nicht", erklärte der Coach: "Natürlich wissen wir, dass es ein sehr wichtiges Spiel ist und wir eine Chance haben, über Nacht sogar auf den Relegationsplatz zu klettern. Das ist eine Motivation, die wir zusätzlich haben."
Schalke kann Sprung machen
Tatsächlich kann S04 mit einem Dreier nicht nur am Hauptstadtklub vorbeiziehen, sondern zumindest für eine Nacht auch am VfB Stuttgart. Die Schwaben empfangen am Samstag den Tabellenzweiten aus Dortmund - also sicherlich keine einfache Aufgabe. Auch die weiteren Kellerkinder TSG Hoffenheim (beim FC Bayern), der VfL Bochum (bei Union Berlin) und der FC Augsburg (bei RB Leipzig) haben schwere Gegner vor der Brust. Es könnte also der Spieltag der Schalker werden, wenn es tatsächlich mit einem Sieg klappen sollte.
Gegen die Berliner, für die natürlich das Gleiche gilt, müsse man sich aber mit Sicherheit auf "ein hartes Spiel" einstellen, erklärte Reis. Dabei kann der Übungsleiter aber endlich wieder auf den großen Hoffnungsträger Moritz Jenz zurückgreifen. Mit dem kantigen Innenverteidiger ist Schalke noch ungeschlagen.
Jenz vor Comeback - Terodde im Angriff?
In den acht Partien zum Rückrunden-Auftakt holten die Knappen mit Jenz zwei Siege gegen die direkten Konkurrenten aus Stuttgart und Bochum und spielten sechs Mal Remis. "Er hat die Woche über das volle Programm absolviert", freute sich Reis: "Ich gehe, Stand jetzt, davon aus, dass er morgen definitiv auflaufen wird, was uns als Mannschaft sehr gut tut."
Doch nicht nur in der Defensive bahnt sich ein Wechsel an, auch in vorderster Front deutete der Coach eine Veränderung an. Für den zwar emsigen, aber glücklosen Michael Frey, der nach wie vor auf seinen ersten Treffer wartet, könnte Simon Terodde eine Bewährungschance von Beginn an erhalten.
Und das, obwohl der Routinier zuletzt verkündete, dass er den Pottklub im Sommer nach zwei Jahren wieder verlassen wird. "Ich spiele schon mit dem Gedanken, ihn vielleicht mal von Anfang an zu bringen", erklärte Reis, da der Angreifer es auch im Training "sehr gut" mache.
Hinten Jenz, vorne Terodde. Zwei Hoffnungsträger in einem wegweisenden Spiel für den Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt. Ob das reicht, wird man am Freitag gegen 22:30 Uhr wissen...