Der Hamburger SV taumelt immer tiefer in Richtung zweite Bundesliga. Nach der Pleite gegen Bayer Leverkusen liegen bei die Fans die Nerven blank, der Verein wirkt führungs- und kraftlos. Ex-HSV-Profi Frank Rost holt bei "Wontorra - Der KIA Fußball-Talk" zum Rundumschlag aus.
Eine 1:2-Niederlage gegen die formstarke Werkself ist verkraftbar - doch nicht, wenn man die HSV-Raute auf der Brust trägt. Mittlerweile ist der Bundesliga-Dino seit zehn Spielen sieglos, taumelt auf Tabellenplatz 17 mehr denn je in Richtung Zweitklassigkeit.
Frank Rost stand vier Jahre im Tor der Hamburger, kennt die Probleme bereits aus seiner Zeit. "Mit Abstand sieht man das etwas gelassener. Das ist selbstgemachtes Leid. Ich vergleiche das immer mit den drei Türen. Du weißt, dass hinter der einen Türe jemand ist, der dir richtig auf die Nuss haut, und der HSV rennt jedes Jahr durch die gleiche Türe", sagte Rost bei Sky.
Auf dem Platz steht eine verunsicherte Mannschaft, in den Führungsebenen herrschen Uneinigkeit und Machtkämpfe. "Man muss da eine Linie reinbringen, da glaubt doch keiner mehr was. Der Kredit des HSV ist bei null".
Rost fordert Veränderung
Der Abstieg? Unvorstellbar an der Elbe. Für Rost die einzige Möglichkeit, den Klub grundlegend zu sanieren: "In diesem Verein müssen gravierende Veränderungen vorgenommen werden. Diese wirst du wahrscheinlich aber erst vornehmen können, wenn es dem Verein richtig schlecht geht, sprich er abgestiegen ist."
Er selbst habe "sehr viel Energie und Herzblut" beim HSV reingesteckt: "Wenn so ein Verein kommen und fragen würde, ob ich mir das vorstellen könnte, dann würde ich das natürlich machen", ergänzte Rost exklusiv bei Wontorra.