Offenbar hatten sich Zuschauer am Millerntor-Stadion herablassend gegenüber Vuskovics älteren Bruder Mario geäußert. Der HSV-Profi sitzt zurzeit weiterhin eine Dopingsperre ab.
"Ich weiß nicht, was die Fans von St. Pauli denken", polterte der 18-jährige Abwehrboss des HSV am Sky Sport Mikrofon und machte deutlich: "Es ist sehr respektlos, meine Familie und meinen Bruder zu beleidigen. Ich habe nichts Gutes über die Fans zu sagen."
Sein Trainer nahm Luka Vuskovic in Schutz. "Wir haben einen 18-jährigen Menschen, der sehr viel Last auf sich trägt, was mit Mario Vuskovic passiert ist", sagte HSV-Coach Merlin Polzin. "Ich glaube, dafür steht nicht nur der HSV, sondern auch der FC St. Pauli, dass diese Themen normalerweise sehr sensibel behandelt werden und dass man da Verständnis gegenseitig hat". Mario Vuskovic hat stets seine Unschuld beteuert.
Er könne den Unmut von Luka Vuskovic nachvollziehen, sagte Polzin. "Wenn man dann diese Sprüche, Worte, Aufforderungen, Gesten und dann auch teilweise Handlungen entgegengebracht bekommt, dann hat das nichts damit zu tun, wofür nicht nur beide Vereine stehen, sondern auch Hamburg als weltoffene Stadt stehen sollte". Das Thema sei zu wichtig. Deshalb gelte es sicherzustellen, dass "so etwas nicht wieder vorkommt".
Luka Vuskovic fällt auch auf dem Platz auf
Zuvor waren die Rothosen nicht über ein torloses Unentschieden beim Stadtrivalen vom Kiez hinausgekommen. Vuskovic erledigte seinen Job derart tadellos, dass er zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Gewohnt souverän löste der von Tottenham Hotspur ausgeliehene Recke seine Aufgaben in der Abwehr. Im Angriff bewies er wieder einmal seine Torgefahr. Seinen Kopfball in der 54. Minute nach einer Ecke konnte St. Paulis Torwart Nikola Vasilj jedoch parieren. Es war die beste Torchance der Gäste im gesamten Spiel.
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