Offiziell: Ralf Becker neuer Sportvorstand beim HSV

Vertrag bis 2021

Becker wird neuer Sportvorstand beim HSV

Jetzt ist alles fix und in trockenen Tüchern. Ralf Becker wird neuer Sportvorstand beim Hamburger SV.

Der 47-Jährige kommt von Holstein Kiel und wird neuer Sportchef bei den Hanseaten. 16 Tage nach dem ersten Abstieg sind damit beim HSV alle Top-Positionen für den Neustart in der 2. Bundesliga besetzt.

"Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Wir haben viel zu tun", sagte Becker, der an der Elbe bis 2021 unterschrieben hat. Zusammen mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Trainer Christian Titz soll Becker, der den Vorzug vor Markus Krösche vom Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn erhielt, den Klub zum direkten Wiederaufstieg führen.

Todt-Nachfolger gefunden

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Der Posten des Sportchefs bei den Hamburgern war nach der Trennung von Jens Todt Anfang März zuletzt verwaist. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger bekommt Becker einen Sitz im Vorstand neben Hoffmann und Frank Wettstein (Finanzen).

"Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Vorstand mit einem exzellenten Fachmann vervollständigen können, der sich zudem in der 2. Bundesliga hervorragend auskennt", sagte der interimsmäßige Aufsichtsratsvorsitzende Max-Arnold Köttgen. Becker hatte aus dem Drittligisten Holstein in nur zwei Jahren ein Spitzenteam geformt und war am Ende einer sensationellen Saison erst in der Relegation haarscharf am Bundesliga-Aufstieg vorbeigeschrammt.

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HSV-Spitze jetzt komplett

Mit der Verpflichtung Beckers ist der Neuaufbau an der Klubspitze abgeschlossen. Zuvor hatten die Hanseaten bereits am 16. Mai die Vertragsverlängerung mit Titz bis 2020 bekannt gegeben. Am Samstag folgte die vorübergehende Entsendung von Hoffmann auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Sein Amt als Aufsichtsratschef lässt der starke Mann beim HSV erst einmal ruhen.

Auf den früheren Bundesligaspieler Becker, der auch für den Stadtrivalen FC St. Pauli die Schuhe geschnürt hat, wartet eine knifflige Aufgabe. Trotz der Trendwende unter Titz, der den Abstieg des HSV nach 55 Jahren in der Bundesliga trotz eines deutlichen Aufwärtstrends nicht mehr verhindern konnte, muss Becker ein neues Team aufbauen, das finanziell in den Rahmen passt und der starken Konkurrenz im Unterhaus um den 1. FC Köln Paroli bieten kann.

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Kaderplanung in vollem Gang

In Kiel hat Becker zuletzt bewiesen, dass er mit einem kleinen Etat Großes bewirken kann. Als Führungsduo mit dem zum direkten HSV-Konkurrenten Köln wechselnden Trainer Markus Anfang führte er die Störche auf Rang drei.

Zeit zur entspannten Einarbeitung an der Elbe bleibt Becker aber nicht. Der Umbau des Kaders ist in vollem Gange, erste Entscheidungen sind bereits gefallen. Mittelfeldspieler Lewis Holtby soll als Leader des neuen Teams vorangehen. Auch mit Aaron Hunt stehen Gespräche über eine Vertragsverlängerung an. Frisches Geld kam durch die Abgänge von Luca Waldschmidt (SC Freiburg/5,0 Mio) und Christian Mathenia (1. FC Nürnberg/0,5 Mio) in die Kasse.

Weitere wichtige Personalien liegen nun in Beckers Händen. Er soll den HSV gemeinsam mit Hoffmann und Titz wieder in die Bundesliga führen.