Rechtsstreit zwischen Spielervermittlern und FIFA: Bockstedte glaubt nicht an Kompromiss

Spielerberater Bockstedte glaubt nicht an Kompromiss mit FIFA

Image: Im Rechtsstreit zwischen Spielervermittlern und FIFA kritisiert Bockstedte den Weltverband.

Im Rechtsstreit zwischen Spielervermittlern und dem Weltverband zeichnet sich kein Kompromiss ab. Ein Agent meint, die FIFA nutze ihre Machtposition kartellwidrig aus.

Spielerberater Ralf Bockstedte hält einen Kompromiss mit dem Fußball-Weltverband FIFA im Rechtsstreit wegen der geplanten Einschränkungen bei Transferaktivitäten für unwahrscheinlich. "Das kann ich mir aktuell nicht vorstellen. Wir als Vermittler waren von Anfang an aus dem Prozess ausgeschlossen und dürfen auch weiterhin nicht teilnehmen", sagte der Rechtsanwalt im Interview des Fachmagazins Kicker.

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Bockstedte hatte mit einem einstweiligen Verfügungsverfahren vor dem Landgericht Dortmund gegen die Anwendung, Um- und Durchsetzung des FIFA Football Agent Reglement (FFAR) Erfolg gehabt. Dieses sieht unter anderem vor, dass Spielervermittler eine Lizenz des Weltverbandes benötigen, Honorare und Provisionen beschränkt sowie bestimmte Informationen offengelegt werden müssen. Die FIFA und der Deutsche Fußball-Bund wollen mit eigenen Regelwerken auf dem millionenschweren Vermittlungsmarkt für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen.

Wittmann hatte gegen die Reform geklagt

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Auch Roger Wittmann, einer der führenden deutschen Spielervermittler, hat gegen die Reform geklagt. Der Bundesgerichtshofs (BGH) hatte Mitte Juni beschlossen, das Reglement dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen. Dieser soll entscheiden, inwiefern das europäische Kartellverbot dafür gilt. Das BGH-Verfahren wird so lange ausgesetzt.

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"Am meisten stört mich, dass die FIFA kartellwidrig eine Machtposition auszuspielen versucht, durch die die Vermittler immer weiter aus dem System herausgedrängt werden", sagte Bockstedte. Sollte die Reform rechtskräftig würden, "hätten wir am Ende in Deutschland drei Groß-Agenturen. Insbesondere kleinere Agenturen wären nicht mehr überlebensfähig. Gerade Frauenfußball, 3. Liga und Regionalliga wären für Berater ein Zuschussgeschäft".

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dpa

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