Der SC Freiburg bereitet sich im österreichischen Schruns auf eine herausfordernde Saison vor. Die Breisgauer stehen vor ihrer ersten Europa-League-Teilnahme seit neun Jahren. Kapitän Christian Günter spricht am Sky Mikrofon über die Herausforderung.
Die Euphorie im Umfeld des Vereins ist riesig, die Erwartungshaltung in den letzten Jahren stetig gewachsen.
Günter will sich davon aber nicht anstecken lassen: "Wir sind ein stückweit da, um das alles zu bremsen", sagt er gegenüber Sky. "Es ist das erste Jahr nach einer langen Zeit, wo wir wieder international spielen. Den Rhythmus ist man nicht wirklich gewohnt. Es wird noch extremer durch die WM im Winter, dass alles noch komprimierter ist und so viele englische Wochen sind. Ich glaube, die Dreifachbelastung wird für uns extrem werden."
Günter: Freiburg-Kader wurde "definitiv verstärkt"
Seine Herangehensweise an die Saison ist pragmatisch - typisch Freiburg eben: "Jetzt geht es darum, dass wir schnellstmöglich viele Punkte in der Bundesliga holen. Das muss absolut das Ziel sein. Hoffentlich können wir europäisch überwintern, aber jetzt ist die Einschätzung noch relativ schwer - mit Verletzungen, mit der Belastung, das sind alles Punkte, die man noch nicht voraussehen kann."
Den Kader sieht Günter aber trotz des Abgangs von Nationalspieler Nico Schlotterbeck gut aufgestellt. "Wir haben uns in der Breite definitiv verstärkt. Wir haben mit Nico einen Leistungsträger verloren aber mit Matze [Ginter] einen Nationalspieler und vorne mit Gregoritsch und Doan zwei echte Verstärkungen dazu bekommen. Ich glaube, da sind wir gewappnet."
Fanbase & Stadion: Freiburg im Wandel
Seit 2006 spielt Christian Günter beim SC Freiburg. Damit hat er den Aufstieg des Vereins hautnah mitbekommen. In den letzten Jahren hat sich aus Sicht des 29-Jährigen einiges verändert: "Die Fanbase ist viel größer geworden. Vor zehn Jahren bei Auswärtsspielen gab es immer mal wieder einen Gästeblock mit 300 SC Fans. Die letzten Jahre gab es keinen Gästeblock, der nicht voll war. Das sagt viel aus. Das absolute Highlight war Berlin. Da hat man gesehen, wie viel Masse wir bewegen. Das war außergewöhnlich. Der nächste Punkt ist das neue Stadion. Es hat sich sehr viel entwickelt."
Aber andere Dinge sind auch gleich geblieben. Und genau da liegt für Günter das Geheimnis des SC-Erfolgs: "Was gleich geblieben ist, sind die Leute, die in der Verantwortung stehen. Es sind die richtigen Leute in den richtigen Positionen. Sie drängen sich nie in den Vordergrund. Für sie ist der Verein am wichtigsten. So ist der Verein Schritt für Schritt nach oben gekommen. Ich hoffe, das kann man so beibehalten und die Leute bleiben noch lange im Verein."
Ziel ist klar: Günter will zur WM nach Katar
Neben Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League hat Christian Günter dieses Jahr aber noch ein ganz anderes Turnier im Kopf: Die Weltmeisterschaft in Katar: "Jeder Fußballer wäre gerne bei einer WM dabei und würde sein Land vertreten. Für mich gibt's nichts Schöneres, als für die Nationalmannschaft zu spielen."
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Der Linksverteidiger, der aktuell im erweiterten Kader der Nationalmannschaft steht, rechnet sich durchaus Chancen auf eine WM-Teilnahme aus. "Ich werde Hansi Flick die Entscheidung, wen er mitnimmt, so schwer wie möglich machen. Ich kann nicht mehr machen als Gas geben im Verein. Ich kann mich auch international noch zeigen. Da hoffe ich, dass ich Leistung bringe und sich Hansi am Ende für mich entscheidet."
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