Senegal-Trainer Pape Thiaw entschuldigt sich nach Afrika-Cup-Finale

Eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung bringt das Fass zum Überlaufen. Die senegalesische Mannschaft marschiert vom Feld, es droht ein Fiasko. Nur das Eingreifen eines Superstars verhindert die Eskalation, doch die FIFA kündigt bereits Konsequenzen an.

Dakar brach in Jubel aus, nachdem Senegal den Afrika Cup gewonnen hatte – zum zweiten Mal in den letzten vier Jahren. Senegal besiegte Gastgeber Marokko in einem turbulenten Finale in Rabat mit 1:0.

Der Trainer des Senegal hat nach dem Eklat im Endspiel des Afrika Cups um Entschuldigung gebeten. "Manchmal reagiert man in der Hitze des Gefechts", sagte Pape Thiaw nach dem Triumph seines Teams.

"Wir akzeptieren die Fehler des Schiedsrichters, das kann passieren. Wir hätten nicht so reagieren sollen, aber das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball."

FIFA-Präsident Gianni Infantino bezeichnete die Vorfälle als "inakzeptabel". "Wir verurteilen das Verhalten einiger "Fans" sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden", sagte der Schweizer.

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Umstrittener Elfmeter löst Protest aus

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Der Senegal hatte am Sonntagabend in Rabat Gastgeber Marokko in der Verlängerung mit 1:0 bezwungen. In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte es aus Sicht des Senegals einen unberechtigten Elfmeter für Marokko gegeben. Aus Protest waren die Spieler auf Anweisung von Thiaw in die Kabine gegangen. Auch zwischen Fans und Sicherheitskräften kam es zu wüsten Auseinandersetzungen. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.

Erst nach Intervention des früheren Bayern-Stars Sadio Mane war der Senegal auf den Platz zurückgekehrt. Das Spiel wurde nach fast 20 Minuten fortgesetzt, Brahim Diaz vergab den Elfmeter kläglich und es kam zur Verlängerung. "Ich habe getan, was ich tun musste", sagte Mane. "Es wäre verrückt gewesen, das Spiel wegen eines Elfmeters aufzugeben. Das wäre das Schlimmste für den afrikanischen Fußball gewesen. Da verliere ich lieber."

FIFA-Boss erwartet Konsequenzen

Ähnlich äußerte sich Infantino. "Wir müssen die Entscheidungen der Schiedsrichter auf und neben dem Spielfeld stets respektieren", meinte der Funktionär. Alles andere würde das Wesen des Fußballs gefährden. Die unschönen Szenen müssten verurteilt werden und dürften sich niemals wiederholen. "So etwas hat im Fußball nichts zu suchen", meinte Infantino. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des afrikanischen Fußball-Verbandes CAF die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

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dpa

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