Spielen die Bayern in der kommenden Saison wieder um den Champions-League-Titel mit? Und welche Neuzugänge könnten dabei helfen? Darüber hat Sky im exklusiven Interview mit FCB-Star Thomas Müller gesprochen.
National ist der FC Bayern nach wie vor das Maß aller Dinge. Die Münchner wurden zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister und kämpfen am Samstag im DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig (ab 19 Uhr LIVE auf Sky Sport 1 HD) um den nächsten Titel. In der Champions League bekommt der FCB dagegen regelmäßig seine Grenzen aufgezeigt. In dieser Saison war bereits im Achtelfinale gegen den jetzigen Finalisten FC Liverpool Schluss.
Thomas Müller hält die Bayern dennoch auch international weiterhin für "absolut" konkurrenzfähig. Der Champions-League-Titel sei nach wie vor das Ziel. Der Bayern-Star gibt aber zu, dass die Erfolglosigkeit auf europäischer Ebene zuletzt Unruhe in den Verein gebracht hat. "Das ist der einzige Grund, warum es so turbulent war. Man hatte vielleicht das Gefühl, dass bei der absoluten Konkurrenzfähigkeit mit der europäischen Spitze so ein paar Prozent verloren gegangen sind."
Premier League "am längeren Hebel"
Die Dominanz der Engländer, die in dieser Saison beide Europapokal-Finals unter sich ausmachen, will Müller nicht überbewerten. "Als Bayern gegen Dortmund im Champions-League-Finale war, hat auch jeder geschwärmt, wie toll der deutsche Fußball ist. Ajax war schon mit einem Bein im Finale, genau wie Barcelona. Dann wäre das Finale Spanien gegen Holland gewesen und keiner würde über diese Situation diskutieren", argumentiert der 29-Jährige.
"Natürlich sind die Engländer stark und haben einen super Kader", sagte Müller. Das liege aber auch daran, dass sie finanziell "am längeren Hebel" sitzen.
Müller hofft auf "die richtige Mischung"
Damit man in der kommenden Saison wieder mit den Teams aus der Premier League mithalten kann, arbeiten die Bayern derzeit fleißig am Umbruch. Mit Lucas Hernandez, Benjamin Pavard und Jann-Fiete Arp stehen bereits drei Neuzugänge fest.
Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Auch Namen wie Kai Havertz, Timo Werner oder zuletzt auch Leroy Sane werden mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. "Grundsätzlich sind das sehr gute Spieler", kommentiert Müller die Gerüchte. Viel wichtiger sei jedoch, "die richtige Mischung aus Spielertypen zu finden, die zusammenpassen."
Der Offensivmann sieht aber insgesamt keinen großen Umbruch-Bedarf bei den Bayern: "Wir haben auch sehr gute Spieler". Durch den Abschied der langjährigen Leistungsträger Arjen Robben und Franck Ribery werde die aktuelle Transferphase in der Öffentlichkeit nur "bewusster" wahrgenommen. "Aber natürlich ist das ein spannender Sommer", so Müller: "Da wird jetzt ein bisschen justiert und dann schauen wir, was wir nächstes Jahr aufs Tablett bringen."