VOTING: Toni Kroos mit deutlicher Mitspieler-Kritik

Nach der 0:1-Testspiel-Niederlage gegen Brasilien

Von Sky Sport

0:1 gegen Brasilien - der letzte Test der deutschen Nationalmannschaft vor der vorläufigen WM-Kader-Nominierung verlief alles andere als nach Wunsch. Das sah auch Toni Kroos so. Der Real-Star sparte nach der Partie nicht mit Kritik an einigen Mitspielern. Wer hat Eurer Meinung nach am meisten enttäuscht? Stimmt ab!

"Wir haben gesehen, dass wir nicht so gut sind, wie wir gemacht werden und wie es einige Spieler glauben. Wir haben uns viel zu leicht abkochen lassen. Dabei standen heute einige Spieler auf dem Platz, die sich zeigen konnten, das haben sie aber nicht getan. Das ist ärgerlich. Wir haben noch viel Luft nach oben", fand Weltmeister Kroos nach der Niederlage deutliche Worte.

Im Vergleich zum Spanien-Test (1:1) rotierte Bundestrainer Joachim Löw auf sieben Positionen durch - nur Jerome Boateng, Joshua Kimmich, Toni Kroos und Julian Draxler behielten ihren Platz in der Startelf. Wie an der Kritik von Kroos zu erkennen ist, haben es aber einige der Neuen im Team nicht geschafft, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Doch wen genau könnte Kroos mit seiner Aussage gemeint haben?

Trapp darf überraschend 90 Minuten ran

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Einer, der seine Chance auf den WM-Zug aufzuspringen, nicht wirklich ergreifen konnte, ist Kevin Trapp. Der PSG-Keeper sollte sich die Arbeit eigentlich mit Bernd Leno teilen, durfte dann aber doch 90 Minuten zwischen den Pfosten stehen.

Dabei wirkte er vor allem in der ersten Halbzeit sehr verunsichert. Seine Zuspiele landeten zumeist im Aus oder beim Gegner. Beim Gegentreffer machte der ehemalige Frankfurter auch nicht die beste Figur.

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Kroos richtet deutliche Worte an die zweite Garde

Goretzka, Sane und Gomez agieren ungefährlich

In der Offensive war im Vergleich zum inspirierenden Auftritt gegen Spanien ein deutlicher Abfall bemerkbar. Sane, der bei Manchester City in dieser Saison so richtig aufblüht, bekommt beim DFB seine PS bislang noch nicht aufs Feld. Immer wieder verrannte sich der ehemalige Schalker und zeigte auch nicht die geforderte Körpersprache. Damit dürfte es für Sane schwer werden, an Mitspielern wie Thomas Müller, Julian Draxler und auch an einem fitten Marco Reus vorbeizukommen.

Das sagt Müller zur Kroos-Kritik nach der Brasilien-Pleite

Ähnlich verhält es sich bei Goretzka, der auf der rechten Außenbahn wenig belebend auf das Spiel einwirkte. Mit lediglich 12,5 Prozent gewonnener Zweikämpfe wies der Noch-Schalker in dieser Statistik den schlechtesten Wert auf.

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Bemühter, aber ebenso unglücklich agierte Mario Gomez in der Sturmspitze, der sich zwar mit großem Einsatz in die Flanken warf, jedoch keine Gefahr erzeugen konnte. So entstehen bei Gomez selbst erste Zweifel, ob er die Koffer für Russland packen darf. "Ich wollte in den Tagen mein bestmögliches anbieten und habe das auch gemacht. Nun werde ich das auch in den nächsten zwei Monaten tun. Mal schauen, ob das reicht."

Kroos: 'Einige haben Chance nicht genutzt'

Werner scheint unverzichtbar

Die Offensivleistung gegen Brasilien hat auf jeden Fall eine Erkenntnis gebracht: An Timo Werner wird wohl im Angriff bei der WM erstmal kein Weg vorbei führen. Der Leipziger agierte gegen Spanien deutlich agiler als seine Vertreter Gomez und Wagner.

Marvin Plattenhardt, Antonio Rüdiger, Niklas Süle und Julian Brandt können von der Kroos-Kritik wohl ausgenommen werden. Plattenhardt und Rüdiger lieferten ebenso wie der eingewechselte Süle eine solide Leistung ab. Brandt wirkte sehr engagiert.

Ilkay Gündogan und Lars Stindl dürften mit ihren Auftritten ihre Chancen auf einen Kader-Platz beziehungsweise im Fall Gündogan auf einen Stammplatz weder verbessert, noch verschlechtert haben.

Zweiter Anzug sitzt nicht - die DFB-Elf in der Einzelkritik

Deutschland unterliegt Brasilien mit 0:1. Sky Sport hat die Leistungen der deutschen Spieler unter die Lupe genommen.

Am Ende des Tages bleibt ein gemischter Eindruck nach dem verlorenen Test gegen Brasilien - mit leicht negativem Touch. Doch auch daraus wird Bundestrainer Löw seine Erkenntnisse und Lehren ziehen. Bis zur WM wartet auf jeden Fall noch viel Arbeit auf das DFB-Team.