Zerstörer-Fußball in der Bundesliga - destruktiv, aber erfolgreich

Statistik belegt Löws Kritik an der Liga

Von Sky Sport

Image: Erfolgreich, trotz wenig Ballbesitz: Domenico Tedesco und Nico Kovac.

Bundestrainer Joachim Löw hat jüngst die Spielweise in der Bundesliga kritisiert. Die verstärkte Arbeit gegen den Ball ist dem 58-Jährigen ein Dorn im Auge. Zudem bemängelte er das fehlende Kreativspiel.

Sky Sport hat einen Blick in die Statistik geworfen. Der Ballbesitz-Stellenwert war wohl selten so niedrig. Die Tendenz der Saison ist deutlich: Selten hatten die 18 Klubs so wenig Bock auf das runde Leder. Dazu fallen deutlich mehr Standardtore als in den vorangegangenen Jahren. Der ruhende Ball ist wichtiger denn je, vor allem für Teams, die in ihren Partien spielerisch unterlegen sind.

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Joachim Löw ist diese Entwicklung nicht entgangen. Bei Eurosport kritisierte der Bundestrainer: "Es ist oft zu hören, wie arbeite ich gegen den Ball. Von Vierer- oder Fünferkette, wie verschiebe ich. Ein Kernproblem ist, dass immer gegen den Ball gearbeitet werden will."

Ballbesitz ein Erfolgsgarant, aber es geht auch ohne

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Wirft man einen Blick in die Statistik wird schnell klar: Löw hat Recht! Nur sechs Bundesligisten hatten in ihren 27 Spielen im Schnitt mehr als 50 Prozent Ballbesitz (Wolfsburg kommt genau auf 50 Prozent), spielten zudem die meisten Pässe.

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Zu den Ballbesitz-Klubs gehören München, Dortmund, Leipzig, Leverkusen, Hoffenheim und Gladbach. Bis auf die Fohlen weisen alle eine positive Bilanz auf. Ein Beleg dafür, dass sich spielerische Ideen auf dem Platz nach wie vor auszahlen.

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Geht erfolgreicher Fußball überhaupt ohne Ball? Ja! Den Beweis liefern Schalke und Frankfurt. Nur knapp über 47 Prozent Ballbesitz haben die Teams der Trainer-Youngster Domenico Tedesco und Nico Kovac im Schnitt pro Spiel - bei den gespielten Pässen belegen die Teams Plätze im Mittelfeld. Aber: Es zahlt sich aus. Beide spielen um die Champions-League-Plätze mit.

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Dass die beiden Champions-League-Aspiranten keine Feuerwerke auf dem Rasen abfeuern, tangiert die Trainer nicht. "Die Kritik, dass wir unansehnlichen Fußball spielen, trifft uns nicht", sagte Schalkes Tedesco zuletzt.

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