Nach Hacker-Angriff auf argentinischen Fußballverband: Spuren führen nach Ägypten wegen WM-Aus

Zum mutmaßlichen Cyberangriff auf den argentinischen Fußballverband werden neue Details bekannt. Stimmt ein Medienbericht, dann hängt die Hacker-Attacke mit Ägyptens Frust nach dem WM-Aus zusammen.

Der argentinische Sportverband wurde Opfer eines Hacker-Angriffs.
Image: Der argentinische Sportverband wurde Opfer eines Hacker-Angriffs.  © Imago

Bei einem mutmaßlichen Hackerangriff auf Systeme des argentinischen Fußballverbandes AFA führen die Spuren einem Medienbericht zufolge nach Ägypten.

Wie die argentinische Tageszeitung Diario Popular berichtete, sollen bei dem vermuteten Cyberangriff E-Mails verschickt worden sein, in denen die Schiedsrichterleistung beim WM-Aus der Ägypter gegen Argentinien infrage gestellt wurde.

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Dem Bericht zufolge wurde von einem AFA-Konto eine Erklärung an Journalisten gemailt, in der es unter anderem hieß: "Argentinien hat nicht gewonnen. Der Sieg wurde durch korrupte Schiedsrichterentscheidungen gestohlen." Informationen aus der Verbandsdatenbank wurden demnach von einer ägyptischen Hackergruppe in Foren angeboten, die sich Zugang zu Mail- und IP-Adressen sowie Passwörtern verschafft haben will.

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Frustrierendes WM-Aus der Pharaonen

Ägypten hatte im WM-Achtelfinale bis zur 79. Minute mit 2:0 geführt, ehe Argentinien die Partie angeführt von Superstar Lionel Messi noch mit drei Toren innerhalb von rund 13 Minuten drehte. Ägyptens Coach Hossam Hassan wütete im Anschluss ebenso wie vereinzelte ägyptische Spieler und Funktionäre gegen das Schiedsrichtergespann um den Franzosen Francois Letexier.

Die Pharaonen legten gar offiziell Beschwerde gegen Letexier und seine Assistenten ein. Beobachter hatten Letexier und seinem Team allerdings angesichts der teils hitzigen Partie mit mehreren strittigen Szenen eine gute Leistung bescheinigt.

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Die AFA hatte am Donnerstag bestätigt, dass ein möglicher E-Mail-Versand festgestellt worden sei, der vom Verband weder selbst erstellt noch autorisiert worden sei. Der Verband bat darum, ungewöhnliche Nachrichten insbesondere mit Links, Anhängen oder der Aufforderung zur Preisgabe persönlicher Daten zu ignorieren. Untersuchungen zum Ursprung und Ausmaß des Vorfalls liefen.

dpa

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