UEFA kritisiert FIFA wegen WM-Skandal im Fall Balogun scharf

Der europäische Verband spricht von einer "nicht zu rechtfertigenden Entscheidung" und fürchtet fatale Folgen.

Aleksander Ceferin (l.) übernimmt als Präsident der UEFA die Rolle des FIFA-Gegenspielers im "Fall Balogun".
Image: Aleksander Ceferin (l.) übernimmt als Präsident der UEFA die Rolle des FIFA-Gegenspielers im "Fall Balogun".  © Imago

Die UEFA hat den Weltverband FIFA beim "Fall Balogun" in selten zuvor erlebter Form kritisiert und von der Überschreitung einer "roten Linie" gesprochen.

"Wir bringen unser Unverständnis über eine derart beispiellose, unbegreifliche und nicht zu rechtfertigende Entscheidung zum Ausdruck", schrieb die UEFA in einer Stellungnahme: "Manchmal lassen Regeln Interpretationsspielräume zu. In diesem Fall nicht."

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Hat sich Donald Trump in den WM eingemischt? Nach Berichten verschiedener Medien soll der US-Präsident nach der Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun vor dem WM-Achtelfinale bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen haben.

Der europäische Verband fürchtet fatale Folgen. "Wenn die Verlässlichkeit der Regeln von ihren Hütern nicht mehr garantiert wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben", schrieb die UEFA: "Gleichzeitig schafft eine solche Entscheidung einen Präzedenzfall in einem laufenden Turnier, in dem nun vergleichbare Fälle gleich behandelt werden müssen - zum Schaden des Wettbewerbs."

USA Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 11 (zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: Landon Donovan (5 Tore)
  • WM-Rekordspieler : Landon Donovan (12 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: 16. Platz (Stand: 06/2026)
  • Beste WM-Platzierung : 3. Platz (1930)

Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der New York Times und des Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

FIFA-Weltmeisterschaft 2026™

  • Datum: 11.Juni - 19. Juli 2026
  • Ort: USA, Mexiko, Kanada (16 Stadien)
  • Eröffnungsspiel: Mexiko - Südafrika, Aztekenstadion (Mexiko, 11. Juni)
  • Finale: New York New Jersey (USA, 19. Juli)
  • Teilnehmer: 48 Nationen
  • Spielmodus: Rundenturnier (12 Gruppen á 4 Teams), K-.o-System

Im Schreiben der UEFA wird kein Funktionär zitiert. Dennoch gilt UEFA-Präsident Aleksander Ceferin als Gegenspieler Infantinos.

SID

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