HBL-Klubs wehren sich gegen Europaliga-Pläne der EHF

Heftiger Korb für die EHF

HBL-Geschäftsführer: Mehr Spiele einfach nicht zumutbar

Der Termin-Streit zwischen der Handball Bundesliga und der EHF spitzt sich zu. Alle 18 Klubs lehnen die Champions-League-Reformpläne des europäischen Dachverbandes EHF in einem gemeinsamen Statement ab.

In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme machten die Klubs geschlossen deutlich, dass man das angedachte Format einer Europaliga ab 2020 mit einer weiteren Aufblähung des ohnehin vollen Spielplans nicht unterstützen könne.

Die 18 Vereine sind sich einig, dass maximal 20 Spiele in den europäischen Klubwettbewerben pro Klub und Saison mit dem Bundesliga-Spielbetrieb, sowohl terminlich als auch sportfachlich, vereinbar sind", heißt es in dem nach einer außerordentlichen Zusammenkunft veröffentlichen Statement.

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann konkretrisierte gegenüber Sky Sport News HD: "Wenige Mannschaften müssen sehr viele Spiele machen, dadurch wird der Zugang für viele Mannschaften versperrt. Zweitens sind weitere Spiele für Top-Mannschaften nicht mehr unterzubringen sind. Da ist man bereits jetzt am Rande der Kapazität angelangt."

Bundesliga zu Dialog mit EHF bereit

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In der Mitteilung bekannten sich die Bundesligisten auch ausdrücklich "zur aktuellen Ligastärke von 18 Klubs, inklusive des dazugehörigen Spielplanes mit festen Anwurfzeiten donnerstags und sonntags".

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Erfolgreiche Wettbewerbe auf europäischer Ebene seien "ein sehr hohes Anliegen" und die Handball-Bundesliga mit ihren Gremien "zum weiteren Dialog bereit" und an einer "einvernehmlichen und partnerschaftlichen Lösung" interessiert.

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Die Rhein-Neckar Löwen beendeten ihre Mini-Krise mit einem Achtungserfolg, die Nordrivalen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sammelten Selbstvertrauen fürs Derby.

Sechs Partien mehr einfach zu viel

Die EHF hatte im Oktober Pläne für eine neu strukturierte Europaliga vorgestellt, durch die sechs Partien mehr zu absolvieren wären. Das Konzept sieht eine eingleise Staffel mit zunächst zwölf Teams vor, für die sich grundsätzlich die Meister der internationalen Top-Ligen und vier weitere Teams qualifizieren.

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Am Ende der regulären Saison spielen die besten acht Mannschaften im K.o.-System den Titel aus - dem Viertelfinale folgt das Final Four in Köln, das in seiner jetzigen Form unangetastet bleibt. Später könnte die Liga auf 16 Teilnehmer erweitert werden.