Starke Magdeburger dämpfen Kiels Europa-Ambitionen
Spitzengruppe mit Siegen
15.03.2018 | 12:40 Uhr
Rekordmeister THW Kiel verliert in der Bundesliga die internationalen Plätze mehr und mehr aus den Augen. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason kassierte beim SC Magdeburg mit 26:31 (13:16) bereits die dritte Niederlage des Jahres und nimmt weiterhin einen enttäuschenden sechsten Platz ein.
"Wir haben leider viele klare Chancen verschossen, so ist es zu diesem Ergebnis gekommen", sagte der isländische Coach bei Sky. Die Zebras spielen ihre schwächste Saison seit 15 Jahren und müssen nun die Champions League gewinnen, um sich doch noch erneut für die Königsklasse zu qualifizieren.
Magdeburg mit Heimerfolg
Bis zur 42. Minute hatten die Gäste aus dem Norden den Sieg noch vor Augen, doch innerhalb von fünf Minuten wuchs der Zwei-Tore-Rückstand (20:22) auf fünf Treffer an (21:26). Matthias Musche war mit sieben Treffern bei acht Versuchen bester Schütze des ersten deutschen Champions-League-Gewinners aus Magdeburg, Robert Weber steuerte vor 6800 Zushauern sechs Tore bei. Beim THW trafen Christian Dissinger und Raul Santos je fünfmal.
SC Magdeburg - THW Kiel 31:26 (16:13). - Tore: Musche (7), Weber (6), Bezjak (5), Christiansen (4), O'Sullivan (3), Musa (3), Chrapkowski (2) Mertens (1) für Magdeburg - Dissinger (5), Santos (5), Wiencek (4), Ekberg (4), Vujin (4), Nilsson (3), Frend-Ofors (1) für Kiel. - Zuschauer: 6800.
Berlin setzt sich durch
Erster Verfolger von Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen bleiben die Füchse Berlin, die sich gegen den VfL Gummersbach mit 31:24 (11:14) durchsetzten. Nicht zu stoppen war das Duo Hans Lindberg und Steffen Fäth, die vor 6122 Zuschauern neun bzw. acht Treffer erzielten.
Füchse Berlin - VfL Gummersbach 31:24 (11:14). - Tore: Lindberg (9), Fäth (8), Wiede (5), Zachrisson (3), Elisson (2), Koch (1), Struck (1), Kopljar (1), Milde (1) für Berlin - Ernst (7), Koepp (7), Sommer (4), Preuss (2), Becker (1), von Gruchalla (1), Schroter (1), Baumgärtner (1) für Gummersbach. - Zuschauer: 6122.
Flensburg ungefährdet
Nur einen Zähler hinter den Berlinern folgt Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, der beim 30:24 (15:9)-Erfolg beim Tabellenschlusslicht Eulen Ludwigshafen keine Mühe hatte. Zwei Drittel der Flensburger Tore gingen auf das Konto von Hampus Wanne und Lasse Svan (je 10).
Die Eulen Ludwigshafen - SG Flensburg-Handewitt 24:30 (9:15). - Tore: Valiullin (7), Schmidt (6), Djozic (4), Haider (2), Scholz (1), Feld (1), Falk (1), Buhrer (1), Hrusak (1) für Ludwigshafen - Svan (10), Wanne (10), Glandorf (4), Zachariassen (2), Lauge Schmidt (2),Hansen (1), Gottfridsson (1) für Flensburg. - Zuschauer: 2023.
Hannover mit Sieg
Auch der TSV Hannover-Burgdorf festigte seine Position in der Spitzengruppe, der Tabellenvierte aus Niedersachsen gewann gegen TuS N-Lübbecke 28:26 (14:12).
TSV Hannover-Burgdorf - TuS N-Lübbecke 28:26 (14:12). - Tore: Patrail (8), Kastening (6), Häfner (5), Böhm (3), Atman (2), Johansen (2), Pevnov (1), Karason (1) für Hannover - Bechtloff (5), Zettermann (4), Jaanimaa (4), Bagaric (4), Torbrügge (3), Rakovic (3), Gierak (2), Genz (1) für Lübbecke. - Zuschauer: 4694.
Leipzig schlägt Lemgo
Für eine Saisonbestmarke sorgte DHfK Leipzig. Das Team von Coach Michael Biegler besiegte vor eigenem Publikum Ex-Meister TBV Lemgo mit 26:19 (12:13) und ließ dabei in der zweiten Halbzeit nur sechs Gegentore zu.
DHfK Leipzig - TBV Lemgo 26:19 (12:13). - Tore: Weber (9), Rojewski (4), Krzikalla (3), Pieczkowski (3), Jahnke (2), Binder (3), Remke (1), Milosevic (1) für Leipzig - Hornke (5), Zieker (4), Klimek (2), Guardiola (2), Kogut (2), Bartok (1), Suton (1), Theuerkauf (1), Van Olphen (1), für Lemgo. - Zuschauer: 3933.
Derby endet unentschieden
Im Hessen-Derby muss sich die HSG Wetzlar mit einem 22:22-Remis begnügen. Die Partie gegen den abstiegsbedrohten TV Hüttenberg endet, wie schon in der Hinrunde mit einem Unentschieden.
TV Hüttenberg - HSG Wetzlar 22:22 (11:12). - Tore: Wernig (5/3), Mappes (5), Fernandes (3), Rompf (3), Hoffmann (2), Zörb (1), Lambrecht (1), Sklenak (1), Johannsson (1) für Hüttenberg - Holst (7/7), Bjornsen (4), Kohlbacher (3), Kvist (3), Forsell Schefvert (2), Ferraz (2), Pöter (1) für Wetzlar. - Zuschauer: 2600. (sid)