1. FC Saarbrücken gewinnt Champions League mit Fan Zhendong
Der 1. FC Saarbrücken hat zum vierten Mal nacheinander die Tischtennis-Champions-League gewonnen. Die Mannschaft um Olympiasieger und Superstar Fan Zhendong gewann in eigener Halle gegen Alliance Nimes-Montpellier aus Frankreich mit dem Brüderpaar Felix und Alexis Lebrun.
17.05.2026 | 16:58 Uhr
Trotz zweier Pleiten des schwach aufgelegten Chinesen Fan kam Saarbrücken stark zurück und entschied das Duell mit 3:2 für sich.
Fan, der seine Zelte im Saarland am Ende der Saison nach einem Jahr abbrechen und zu Borussia Düsseldorf wechseln wird, war umso erleichterter. "Ich freue mich riesig über die gute Leistung des Teams", sagte er am Dyn-Mikrofon: "Ich arbeite noch an meinem Englisch und kann meine Gefühle nicht vollständig auf Englisch ausdrücken. Aber dieser Titel bedeutet mir sehr viel, auch wenn ich dem Team heute nicht helfen konnte."
Schon der Auftakt ging für den Titelverteidiger, der ohne Nationalspieler Patrick Franziska antrat, gleich schief. Alexis Lebrun überrumpelte Superstar Fan an Position eins gerade zu. Trotz einiger spektakulärer Ballwechsel spielte der Chinese zu fehlerhaft und unterlag klar mit 0:3 (6:11, 8:11, 9:11). In einem deutlich knapperen zweiten Match behielt der Schwede Truls Möregardh in den entscheidenden Momenten gegen Felix Lebrun die Nerven und glich durch ein 3:0 (15:13, 15:13, 12:10) aus.
Möregardh sorgt für die Entscheidung
Im dritten Match hatte Darko Jorgic, der anstelle von Franziska spielte, weniger Probleme. Gegen Antoine Hachard gewann der Slowene mit 3:0 (12:10, 11:4, 11:7), einzig im ersten Satz gab er leichtfertig zu viele Punkte ab. Doch Fan kam einfach nicht in Fahrt und verlor anschließend auch erstmals gegen Felix Lebrun mit 0:3 (6:11, 11:13, 8:11). Den entscheidenden Sieg für den TTBL-Pokalgewinner holte Möregardh gegen Alexis Lebrun durch ein 3:1 (11:5, 11:7, 5:11, 11:6).
Saarbrücken triumphierte zum vierten Mal überhaupt, alle Titel holten die Saarländer seit 2023 - bis zu diesem Jahr immer gegen Borussia Düsseldorf. Den Rekordsieger hatten die Lebrun-Brüder im Halbfinale quasi im Alleingang mit 3:1 ausgeschaltet. Fan feierte zudem nach dem Pokalsieg im Januar seinen zweiten Titel, mit dem Bundesliga-Final-Four in zwei Wochen bietet sich noch Chance zum Triplesieg, bevor der Publikumsliebling im Sommer nach Düsseldorf wechselt.
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