Mick Schumacher vor IndyCar-Finale: 1,7 Millionen Dollar für Team RLL in Reichweite
Mick Schumacher kann beim IndyCar-Saisonfinale in Laguna Seca noch in den Leaders Circle vorstoßen. Damit würde sein Team Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) zusätzliche 1,7 Millionen Dollar erhalten.
03.09.2026 | 20:26 Uhr
Vor dem letzten Rennen der IndyCar-Saison 2026 liegt Mick Schumacher im Meisterschaftsranking auf Platz 23. Für den Sprung in die Top 22 braucht der Deutsche ein Top-Ergebnis und Schützenhilfe.
Für Mick Schumacher geht es beim Saisonfinale der IndyCar-Serie um deutlich mehr als nur ein gutes Ergebnis. Der Deutsche hat noch die Chance, sein Auto mit der Startnummer 47 in den Leaders Circle der Serie zu bringen.
Der Leaders Circle umfasst die 22 bestplatzierten Fahrzeuge der Gesamtwertung. Jedes dieser Autos bringt dem jeweiligen Team eine zusätzliche Ausschüttung von 1,7 Millionen Dollar (ca. 1,46 Millionen Euro). Das Geld geht nicht an die Fahrer, sondern direkt an die Rennställe.
Vor dem Rennen in Laguna Seca liegt Schumacher mit 205 Punkten auf Rang 23. Sein direkter Konkurrent ist Rookie-Rivale Dennis Hauger. Der Norweger hält mit 223 Punkten den wichtigen 22. Platz. Damit muss Schumacher mindestens 18 Zähler aufholen. Das ist möglich, jedoch nur mit einem starken Rennen und einem gleichzeitig schwachen Resultat von Hauger.
Ein denkbares Szenario: Schumacher erreicht Platz acht und sammelt 24 Punkte. Dann dürfte Hauger lediglich auf den hinteren Positionen ins Ziel kommen. Zusätzliche Punkte für Pole Position oder Führungsrunden können die Rechnung ebenfalls beeinflussen.
Positive Entwicklung in der zweiten Saisonhälfte
Die Leistungsentwicklung spricht für Schumacher. Nach einem schwierigen Start in seine erste IndyCar-Saison steigerte sich der ehemalige Formel-1-Pilot deutlich.
In den ersten neun Rennen sammelte Schumacher 89 Punkte. In den folgenden acht Veranstaltungen kamen weitere 116 Zähler hinzu. Trotz eines Rennens weniger holte er damit 27 Punkte mehr als in der ersten Saisonhälfte.
Hinzu kommt ein weiterer Vorteil. Schumacher absolvierte Ende Juli bereits einen Testtag auf dem traditionsreichen Kurs von Laguna Seca. Zusätzliche Streckenkenntnis war in seiner Debütsaison nicht selbstverständlich, da viele Kurse für ihn komplett neu waren.
Entsprechend optimistisch blickt der 27-Jährige auf das Saisonfinale. Sein Ziel sei es, die Saison positiv abzuschließen und das Auto in die Top-22 zu bringen.
Rookie-Titel ebenfalls noch möglich
Der Kampf um den Leaders Circle hat für Schumacher noch eine weitere Bedeutung. Sollte er Hauger in der Gesamtwertung überholen, könnte er sich zugleich den Titel als Rookie des Jahres sichern.
Neben Hauger zählt auch Caio Collet zu den Konkurrenten in der Rookie-Wertung. Der Brasilianer liegt mit 193 Punkten aktuell hinter Schumacher.
Ein Erfolg in Laguna Seca würde die starke zweite Saisonhälfte des Deutschen zusätzlich unterstreichen und seine Position innerhalb der Serie stärken.
Zukunft von Schumacher sorgt für Spekulationen
Parallel zum Saisonfinale wird über Schumachers Zukunft diskutiert. Rahal Letterman Lanigan Racing hatte zuletzt den Verkauf des Charters seines Fahrzeugs mit der Nummer 47 bekanntgegeben.
Dadurch kamen Spekulationen über einen Teamwechsel auf. Internationalen Berichten zufolge könnte Schumacher vor einem Wechsel zu Meyer Shank Racing stehen. Dort würde er möglicherweise ein Cockpit für die Saison 2027 erhalten.
Eine offizielle Entscheidung steht bislang jedoch noch aus.
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