Die NBA- und BBL-Spieler Oscar und Tristan da Silva im Sky Sport Interview
Da-Silva-Brüder im exklusiven Interview mit Sky Sport über ihre Idee der Jugend-Förderung in Form eines Camps.
06.07.2026 | 12:53 Uhr
Außerdem sprechen Tristan da Silva, NBA-Spieler bei Orlando Magic, und Oscar da Silva, BBL-Spieler beim FC Bayern München, über Teamkollegen, vergangene Spieler und Trainer.
Tristan da Silva über …
… die Rückkehr zu ihrem Jugendverein und das eigene Camp: "Das ist so eine Möglichkeit für uns, ein bisschen zurückzukommen. Einfach eine Rolle als Mentor oder als Vorbild einzunehmen mit den Jungs, die jetzt hier bei der IBAM (Internationale Basketballakademie München) sind. Ihnen zu vermitteln, dass dieser Traum real ist. Für mich ist das sehr speziell."
… die Idee hinter dem Camp: "Robby (Scheinberg) hat mich in Amerika besucht, und ich habe ihm gesagt, dass ich gerne mal so ein Camp machen würde - als Möglichkeit, ein bisschen etwas zurückzugeben an die Community, in der man zu dem Spieler gereift ist, der man jetzt ist. Natürlich wollte ich das als da-Silva-Camp mit beiden da Silvas machen und habe Oscar gefragt, ob er Lust hatte. Ich bin froh, dass es so ist."
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… die Verantwortung als IBAM-Alumni: "Wir sind eine Ressource für die Jungs. Die sollen Fragen stellen, die sollen zu uns kommen, wenn sie etwas brauchen. Ich finde, dass wir als IBAM-Alumni eine Verantwortung haben, zurückzukommen und das weiterzugeben, was ehemalige Spieler uns gegeben haben."
… den Trade seines Orlando-Kollegen Mo Wagner zu den Brooklyn Nets: "In der NBA gehört das dazu, dass man Mitspieler an andere Teams verliert. Mo hat mir in meinen ersten zwei Saisons viel geholfen, deswegen ist es schade. Aber ich bin auch super happy für ihn. Die Situation, in der er jetzt ist, ist weitaus besser für ihn - mit mehr Möglichkeiten und viel Wertschätzung. Der Vertrag, den er unterschrieben hat, ist top."
Oscar da Silva über …
… ihren früheren Förderer Robby: "Er ist ein Verrückter und jemand, der groß träumt. Es gibt wenige Personen, die Basketball so sehr leben. Ohne Leute wie ihn sähe unsere Nationalmannschaft nur halb so gut aus. Wir beide sind ihm zu sehr großem Dank verpflichtet - ich glaube, wir ständen heute nicht da, wo wir stehen. Er war der Erste, der Zeit in uns investiert und an uns geglaubt hat."
… die Idee des Zurückgebens: "Ich finde diese Idee vom Zurückgeben und dafür zu sorgen, dass nächsten Generationen ähnliche Türen offenstehen wie uns, sehr schön und wichtig. Ich glaube, das ist auch eine Verpflichtung dem Sport gegenüber. Als Basketballtrainer sehe ich mich in der Zukunft zwar nicht, aber das muss man auch nicht sein, um solche Wochenenden wie hier mitzuprägen."
… die bittere verlorene Finalserie gegen Alba im Game 5: "Die Saison ist ein bisschen schwierig zu verarbeiten, das steckt immer noch halb im System bei mir. Es ist schwer zu erklären, was da in der zweiten Halbzeit vom letzten Spiel schiefgelaufen ist. Aber bittere Niederlagen gehören zum Sport dazu. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als nach vorne zu schauen."
… seinen neuen Trainer Anton Gavel: "Ich kenne ihn persönlich noch nicht, aber ich freue mich sehr auf ihn. Anton ist ein Trainer, der den modernen Basketball so gut versteht - sowohl auf Spielerseite als auch taktisch - und aus seinen Mannschaften das Beste rausholt. Jede Mannschaft auf unserem Niveau kann sich glücklich schätzen, einen Trainer in seinem Standing in ihren Reihen zu wissen."
Tristan da Silva über …
… die deutschen NBA-Neulinge Steinbach und Anderson: "Chris haben wir schon bei der Nationalmannschafts-Vorbereitung gesehen - der Junge kann zocken. Gegen Hannes habe ich nicht gespielt, aber ich habe gesehen, was er im College angerichtet hat."
… die Entwicklung des deutschen Basketballs: "Die Basketball-Landschaft in Deutschland sieht viel üppiger aus als vor zehn Jahren, oder selbst vor sechs, sieben Jahren. Da hat sich viel getan in der Entwicklung von Spielern: viel NBA, viel College, viel EuroLeague. Ich freue mich natürlich auch auf die neue Generation, die dann kommt."
… die Faszination Jürgen Klopp und die Frage, von ihm lernen zu wollen: "Wenn man Klopp im Fernsehen sieht, merkt man, was der für ein Charisma hat und wie er mit Leuten umgeht. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der gesagt hat, dass er ihn nicht mag. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich das eine oder andere abgucken kann - aber dass manche Sachen bei ihm auch einfach natürlich kommen."
Oscar da Silva über …
… den deutschen NBA-Neuling Kayil: "Jack, ein bisschen so wie Chris, der hat keine Angst auf dem Feld und das ist, finde ich, eine sehr wichtige Eigenschaft, wenn man in die USA rüber geht und ich bin mir sicher, dass die alle in den guten Weg gehen werden da drüben und wir werden verfolgen und vielleicht ein bisschen deutsche Bande knüpfen da drüber."
… den Reiz, unter einem Trainer wie Klopp zu spielen: "Es ist der Traum jedes Profisportlers, für einen Trainer zu spielen, der weiß, wie man eine Mannschaft formt, wie man die Team-Chemie richtig abstimmt, wie man Spieler zu ihren Stärken kommen lässt und ihre Schwächen durch Teamgeist ausgleicht. Ich glaube, dass jeder Spieler mit einem guten Trainer an der Seite besser aussieht als mit einem schlechten."
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