Sara Errani wurde wegen Doping für zwei Monate gesperrt. Die Italienerin hat allerdings eine außergewöhnliche Erklärung, wie das verbotene Mittel in ihren Körper gelangte.
Skurile Ausreden nach positven Dopingbefunden gab es schon viele. Verseuchtes Rindfleisch, eine missglückte Penis-Vergrößerung, die berühmte verseuchte Zahnpasta von Dieter Baumann oder der Kuss einer Prostituierten. Nun reiht sich auch Tennis-Spielerin Sara Erani in diese Liste ein.
Positiver Befund wegen Tortellini?
Der Tennis-Weltverband ITF teilte unlängst mit, in Erranis Urin sei im vergangenen Februar Letrozol aufgespürt worden. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der gegen Brustkrebs eingesetzt wird. Wie das verbotene Mittel in ihren Körper kam, ist für die 30-Jährige glasklar. Über die Tortellini-Fleischbrühe ihrer Mutter. Bei der Zubereitung sei eine Pille des Medikaments in den Topf gefallen.
Dies erklärte Errani bei der Anhörung im Juli. Die ehemalige Weltranglisten-Fünfte hat nach eigener Angabe im Februar ihre Eltern besucht. Die Mutter habe zwei Krebsoperationen hinter sich und nehme seit Jahren Medikamente gegen Rückfälle. Unter anderem auch Letrozol. Davon hat sie Errani - angeblich aus Scham - aber nie etwas erzählt.
Zwei Monate Sperre
Errani habe den Tortellini-Vorfall sogar nachgespielt und die Pille löste sich offenbar wirklich in der Brühe auf. Zudem beteuerte die Doppelspezialistin, dass sie kein anderes Mittel einnimmt, das Letrozol enthält.
Der ITF glaubte Errani und sperrte sie nur für zwei Monate. Ein vergleichsweise glimpfliches Urteil für ein Dopingvergehen.