Biathlon-WM: Deutsche Männer-Staffel enttäuscht - Frankreich gewinnt Gold

DSV-Quartett enttäuscht bei Wind-Lotterie - Norwegen geschlagen

Image: Johannes Kühn und die deutsche Männer-Staffel verpassen eine Medaille.

Die deutschen Biathleten sind bei der Heim-WM in Oberhof mit der Staffel ohne die angepeilte Medaille geblieben.

Justus Strelow, Johannes Kühn, Roman Rees und Benedikt Doll belegten am Samstag bei teilweise kaum zu beherrschenden Bedingungen mit viel Wind nur den fünften Platz. Drei Strafrunden von Kühn, zwei von Doll und insgesamt acht Nachlader machten ein besseres Ergebnis in einem wilden Rennen mit vielen Wendungen unmöglich. Gold sicherte sich Frankreich vor Norwegen und Schweden. Im Ziel lagen die Deutschen 3:51,8 Minuten hinter den Franzosen.

Vor allem bei Kühn war der Frust nach Rang fünf extrem groß. "Ich war eine halbe Minute zu spät am Schießstand. Vor mir waren die Bedingungen besser. Das war unglücklich. Es hat so gewindet, ich habe versucht zu warten, aber es war unangenehm. Es tut mir wahnsinnig leid", sagte der 31-Jährige in der ARD, nachdem er sich im Stehendanschlag gleich drei Strafrunden geleistet hatte.

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Frust bei DSV-Athleten

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Auch Doll als Schlussläufer musste noch zweimal in die Runde - doch da war es ohnehin schon zu spät. "Klar sind wir enttäuscht. Es war auch ein bisschen Pech dabei. Es waren sehr widrige Bedingungen", so Doll, "aber die Anderen haben sich darauf besser eingestellt."

Letztmals hatte eine deutsche Männer-Staffel vor acht Jahren im finnischen Kontiolahti den WM-Titel gewonnen, die zuvor letzte Medaille gab es 2020 mit Bronze in Antholz. Nach den medaillenlosen Enttäuschungen bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking und bei der WM 2021 in Pokljuka ging das Quartett beim dritten Großereignis nacheinander leer aus. Zuvor hatten die deutschen Männer in diesem Winter in allen vier Wettbewerben auf dem Podest gestanden.

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Rennen stand lange auf der Kippe

Lange war unklar, ob das Rennen über 4 x 7,5 Kilometer überhaupt stattfinden konnte. Eine Sturmwarnung mit angekündigten starken Böen und Windgeschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde hatten bereits am Freitagabend zu einer Krisensitzung mit den lokalen Organisatoren und dem Weltverband IBU geführt. Erst am Samstagmorgen wurde entschieden, dass vor ausverkauftem Haus von 23 500 Zuschauern gestartet werden kann.

dpa

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