Formel 1 in Kanada: Alle Updates im Überblick – Mercedes und McLaren greifen an, Ferrari setzt auf Feintuning
Vor dem Großen Preis von Kanada spitzt sich das Entwicklungsrennen der Formel 1 zu: Während Teams wie Mercedes und McLaren mit umfangreichen Updates nachlegen, setzen andere auf gezielte Anpassungen oder verzichten komplett.
22.05.2026 | 23:16 Uhr
Sky Sport liefert den kompakten Überblick, welche Neuerungen die Teams nach Montreal bringen – und wer sich den entscheidenden Vorteil sichern könnte.
Das Entwicklungsrennen in der Formel 1 nimmt weiter Fahrt auf - und der Kanada Grand Prix wird für viele Teams zum wichtigen Prüfstein. Auf dem anspruchsvollen Circuit Gilles-Villeneuve treffen Highspeed-Passagen auf harte Bremszonen, was vor allem Aerodynamik, Balance und Kühlung in den Fokus rückt. Hier sind die Updates aller Teams im Überblick.
Mercedes: Fokus auf Aero-Effizienz und Kühlung
Mercedes bringt ein umfangreiches Update-Paket nach Montreal. Im Zentrum steht ein überarbeiteter Frontflügel mit abgesenkten Elementen und zusätzlichen Strakes zur Optimierung des Luftstroms Richtung Heck. Auch der Unterboden wurde angepasst, um die Strömung effizienter zu lenken.
Dazu kommen Anpassungen an der Bremskühlung - eine Reaktion auf die hohen Anforderungen der Strecke. Mehrere Detail-Updates am Fahrzeugboden und Heck sollen zudem für besseren Abtrieb sorgen.
Ferrari: Vertrauen in Miami-Paket
Ferrari verzichtet in Kanada auf neue Teile. Stattdessen liegt der Fokus darauf, das zuletzt in Miami eingeführte Upgrade-Paket besser zu verstehen und optimal zu nutzen. Ein klares Zeichen: Stabilität statt Risiko.
McLaren: Weiterer Schritt nach vorne?
Nach dem starken Update in Miami legt McLaren erneut nach. Ein neuer Frontflügel und eine überarbeitete Motorabdeckung sollen den Luftstrom verbessern.
Zusätzlich gibt es Anpassungen an der Hinterradaufhängung, am Unterboden sowie ein neues Halo-Winglet zur besseren Luftführung im Cockpitbereich. Auch die Kühlung wurde variabler gestaltet, um auf unterschiedliche Bedingungen reagieren zu können.
Red Bull: Balance und Zuverlässigkeit im Fokus
Red Bull arbeitet gezielt daran, das Gesamtpaket stabiler zu machen. Anpassungen am Frontflügel sollen mehr Spielraum bei der Balance schaffen.
Zudem wurde die Bremskühlung für Kanada und kommende Rennen optimiert. Änderungen an Motorabdeckung und Unterboden sollen die Performance unter wechselnden Bedingungen verbessern.
Alpine: Größere Aero-Offensive
Alpine bringt ein deutlich überarbeitetes Unterboden-Design mit, das die aerodynamische Effizienz steigern soll.
Auch der Heckflügel wurde angepasst, um mehr Abtrieb zu generieren - ein klares Signal im Kampf um das Mittelfeld.
Haas: Aufwendiges Update für den Kampf im Mittelfeld
Haas gehört zu den Teams mit den größten Änderungen. Neue Seitenkästen und eine angepasste Motorabdeckung verbessern die Luftführung nach hinten.
Ein komplett neuer Unterboden inklusive Diffusor soll für mehr Stabilität sorgen. Auch an der Hinterradaufhängung wurde gearbeitet, um die Performance konstanter zu machen.
Racing Bulls: Mehr Abtrieb durch neuen Unterboden
Die Racing Bulls setzen auf einen neuen Unterboden, der unter verschiedenen Bedingungen mehr Abtrieb liefern soll. Ergänzt wird das durch Änderungen am Heckbereich und am Beam Wing, um zusätzliche Last zu generieren und den Luftstrom besser zu kontrollieren.
Williams: Streckenspezifische Anpassungen
Williams bringt vor allem Upgrades für die Bremskühlung. Neue Komponenten sollen der hohen Belastung in Montreal standhalten.
Zudem wurde die Frontaufhängung aerodynamisch optimiert und das Auspuff-Layout angepasst, um besser mit der Aero-Struktur zu harmonieren.
Audi: Kühlung und Effizienz im Fokus
Audi reagiert ebenfalls auf die harten Bremszonen mit neuen Bremskanälen vorne und hinten. Zusätzlich wurden Diffusor und Seitenkästen überarbeitet, um die Aerodynamik effizienter zu gestalten und flexiblere Kühlmöglichkeiten zu schaffen.
Cadillac: Detailarbeit am Gesamtpaket
Cadillac setzt auf kleinere, gezielte Updates. Anpassungen an der Front verbessern die aerodynamische Balance, während Änderungen an Bremskühlung und Diffusor mehr Abtrieb bringen sollen.
Aston Martin: Keine neuen Teile
Nach Verbesserungen in Miami verzichtet Aston Martin auf Upgrades in Kanada. Der Fokus liegt darauf, das bestehende Paket optimal auszunutzen - insbesondere nach gelösten Vibrationsproblemen.
Fazit: Wer macht den größten Schritt?
Während Teams wie Mercedes, McLaren und Haas mit umfangreichen Update-Paketen angreifen, setzen Ferrari und Aston Martin auf Kontinuität. Besonders spannend: Wie gut die neuen Teile auf einer Strecke funktionieren, die kaum Testzeit verzeiht.
JETZT ABSTIMMEN!
Der Kanada-GP könnte damit zum ersten echten Gradmesser im aktuellen Entwicklungsrennen werden - mit möglichen Verschiebungen in der Hackordnung.
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