Presse zerlegt Lamine Yamal & Co. nach Spanien-Blamage gegen Kap Verde

"Katastrophenstart", "Einbruch auf der Weltbühne" - und auch Spott aus dem Ausland.

Auch Superstar Lamine Yamal konnte den Fehlstart von WM-Favorit Spanien nicht verhindern.
Image: Auch Superstar Lamine Yamal konnte den Fehlstart von WM-Favorit Spanien nicht verhindern.  © DPA pa

Die spanischen und internationalen Medien haben mit drastischen Worten auf die Nullnummer von Europameister und Mitfavorit Spanien beim WM-Auftakt gegen den krassen Außenseiter Kap Verde reagiert.

Marca schrieb von einem "Katastrophenstart", das Sportblatt erkannte bei der ideenlosen Vorstellung in Atlanta gegen den WM-Debütanten das eigene Team nicht mehr. "Ein unbekanntes Spanien, ohne Fußball, Ideen und Mittel, schaffte es nicht, gegen Kap Verde ein Tor zu erzielen - eine kämpferische Mannschaft, die für die große Überraschung dieser Weltmeisterschaft sorgte."

Spanien - Kap Verde 0:0

Tore: Fehlanzeige
Spanien: Unai Simón – Llorente, Cubarsi, Laporte, Cucurella – Pedri, Rodri (87. Williams), Fabian Ruiz (71. Merino) – Ferrán Torres (81. Olmo), Oyarzabal, Gavi (71. Yamal) - Trainer: De La Fuente
Kap Verde: Vozinha – Moreira, Lopez, Borges, Lopes Cabral (76. Paulo) – Mendes – Pina, Monteiro Alvarenga (79. Arcanjo), Duarte (61. Duarte), Jovane Cabral (61. Semedo) – Livramento (61. Da Costa) - Trainer: Brito
Schiedsrichter: Adham Makhadmeh (Jordanien)
Zuschauer: 67.640 in Atlanta
Gelbe Karten: - Lopes Cabral

As pestete: "Der große Favorit auf den Titel? Diese Schlagzeile können wir getrost beiseite legen." Mit Verweis auf einen berüchtigten Berg in Asturien, der die Radprofis bei der Spanien-Rundfahrt fast jährlich an ihre Grenzen bringt, hieß es weiter: "Schon auf dem ersten Anstieg kommt uns diese Weltmeisterschaft wie der Angliru vor."

Mundo Deportivo urteilte vergleichsweise gemäßigt, kam aber auch nicht umhin, von einem "enttäuschenden Start" zu schreiben und von einer "Leistung, die es wiedergutzumachen gilt".

Auch Spott aus dem Ausland

Im Ausland wurde das 0:0 durchaus süffisant wahrgenommen. Das englische Boulevardblatt Sun etwa wortspielte: "Spain Pain". England hatte bei der EM 2024 in Deutschland im Finale gegen Spanien den Kürzeren gezogen und hofft seinerseits auf den ersten Titel seit 60 Jahren.

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Die WM 2026 hat ihre erste große Sensation! Gegen WM-Debütant Kap Verde kam Titelfavorit Spanien nicht über ein 0:0 hinaus. Lange Gesichter auch bei Trainer Luis de la Fuente bei seiner Analyse nach dem Remis.

Auf Kap Verde, der kleinen Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas mit rund 530.000 Einwohnern, regierte hingegen der pure Stolz. Besonders dem 40 Jahre alten Torhüter Vozinha lag die Zeitung Expresso zu Füßen. Dieser habe "eine Mauer errichtet" und "eine der bemerkenswertesten Leistungen in der Geschichte des nationalen Fußballs" gezeigt.

SID

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