Alcacer und Co.: BVB-Macher Zorc mit goldenem Händchen für die "9"

Top-Stürmer des BVB seit 1998

Von Peter Bielefeldt

Image: Paca Alcacer brilliert beim BVB. Nicht der erste Stürmer, der beim BVB voll einschlägt.

Paco Alcacer überragt beim BVB. Dafür wurde er nun mit einem langfristigen Vertrag belohnt. Nicht der erste Stürmer, der in Dortmund voll einschlägt. Sportdirektor Michael Zorc bewies mehrfach ein goldenes Händchen.

In den letzten 20 Jahren holten drei Spieler von Borussia Dortmund die Torjägerkanone der Bundesliga. Bei jedem BVB-Fan werden diese drei Namen sofort über die Lippen kommen: Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang und Marcio Amoroso.

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Nun könnte ein weitere Name dazukommen: Mit Paco Alcacer landete Zorc nämlich den nächsten Transfercoup. "Sportlich ist der Spanier ein Torspektakel" und für Sky Reporter Jesco von Eichmann ist die Verpflichtung von Alcacer auch ein Wink in Richtung München. Aber nicht nur bei diesen Top-Sürmer bewies Sportdirektor Michael Zorc ein goldenes Händchen.

Bildergalerie: Diese BVB-Topstürmer holte Zorc

Den letzten Transfercoup landete Michael Zorc mit Paco Alcacer (Bildquelle: @Borussia Dortmund). Für 23 Millionen Euro wechselt Alcacer vom großen FC Barcelona zum BVB.
Seine Torquote schwindelerregend - alle 44 Minuten ist er an einem BVB-Tor beteiligt. Der 25-Jährige hat in sechs Bundesliga-Einsätzen acht Tore für den Tabellenführer erzielt.
Mit der Verpflichtung von Michy Batshuyai gelang den Schwarz-Gelben ein erneuter Glücksgriff. Die Leihgabe des FC Chelsea gelangen in der Vorsaison in zehn Spielen sieben Treffer. Die Ausbeute wäre vielleicht noch intensiver ausgefallen...
... wenn der Belgier die letzten vier Partien nicht verletzungsbedingt hätte passen müssen. Der Wirbelwind feierte beim BVB einen Einstand nach Maß: Im ersten Spiel gelang ihm gleich ein Doppelpack. Aktuell stürmt Batshuayi für den FC Valencia.
Nach seinem Wechsel für 4,75 Millionen Euro von Lech Posen in die Bundesliga feierte Lewandowski mit dem BVB zwei Meisterschaften (2010/11 und 2011/12) und einen DFB-Pokalsieg (2011/12). Der Pole holte sich 2013/14 mit 20 Treffern die Torjägerkanone.
Seine Auftritte für Schwarz-Gelb ebneten nicht nur dem BVB zahlreiche Triumphe, sondern auch dem Polen den Weg zu einem Weltstar. Lewy verließ den BVB 2014 ausgerechnet zum FC Bayern. 2015/16 und 2016/17 kürte er sich erneut zum Torschützenkönig.
Der heute 34-jährige Paraguayer Lucas Barrios ging zwischen 2009 und 2012 für den BVB auf Torejagd. Für 4,2 Millionen Euro lotste die Borussia Barrios von Colo Colo in die Bundesliga. In 102 Partien traf der Mittelstürmer 49-mal ins Schwarze.
Als Mannschaftskollege von Lewandowski präsentierte auch der Paraguayer 2010/11 und 2011/12 den BVB-Fans die Meisterschale. Seine erste Saison (2009/10) war gleichzeitig seine treffsicherste: 19 Buden bedeuteten Rang drei in der Torjägerliste.
Die Starallüren von Pierre-Emerick Aubameyang gingen den BVB-Fans teilweise ordentlich auf den Keks. Aus sportlicher Sicht war der Abgang des Gabuners dennoch ein großer Verlust.
Der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2016/17 (31 Treffer) trug 213-mal das Trikot des fünfmaligen deutschen Meisters und erzielte überragende 141 Tore. Der stolze Vater Pierre-Francois Aubameyang hält jeden Erfolg in Bildern fest.
Alexander Frei kam 2006/07 von Stade Rennes in den Ruhrpott. In seiner ersten Saison war der Schweizer am treffsichersten - 16 Tore und Platz zwei in der Torschützenliste.
Jan Koller, der Riese aus Tchechien, machte zwischen 2001-2006 nicht nur in der Offensive auf sich aufmerksam: In 184 Spielen für die Borussia erzielte der 2,02m-Hüne 79 Treffer.
Auch defensiv stand Koller im Rampenlicht: Gegen den FC Bayern musste Koller 2002 für Jens Lehmann ins Tor, weil Dortmund schon drei Mal gewechselt hatte. Koller hielt seinen Kasten eine knappe halbe Stunde sauber, dennoch verlor der BVB 1:2.
Einer der teuersten Neuzugänge der Dortmunder Vereinsgeschichte ließ die Herzen der BVB-Fans Anfang des Jahrtausends höher schlagen. Für satte 25,5 Millionen Euro kam der Brasilianer Marcio Amoroso 2001 vom AC Parma in den Ruhrpott.
Die Investition lohnte sich von Beginn an: Amoroso schoss den BVB nicht nur zur Meisterschaft 2001/02, sondern sich auch zum Torschützenkönig (18 Treffer, wie Martin Max).
Ewerthon lockte Michael Zorc 2001 von den Corinthians aus Brasilien nach Dortmund. In seiner ersten Saison - gemeinsam mit Koller und Amoroso - traf er zehnmal ins Schwarze. Ein Jahr später elfmal. 2003/04 stolze 16-mal.
Dass aber auch beim BVB mal ein unglücklicher Transfer auf der Stürmerposition über die Bühne geht, beweist der Wechsel von Ciro Immobile in der Saison 2014/15. Für 18,5 Millionen Euro schien Zorc ein nächstes Sturmjuwel geangelt zu haben.
Immobile kam mit einer Empfehlung als Torschützenkönig (22 Treffer) der Serie A nach Dortmund. Seine Auftritte im BVB-Trikot sahen allerdings oft unglücklich aus (24 BL-Spiele, drei Tore). Bei Lazio beweist er diese Tage erneut seinen Torriecher.