Nach seinem missratenen Panenka-Versuch hat sich der Star von Real Madrid nun mit einem Statement auf seinen sozialen Kanälen zu Wort gemeldet.
Etwa 20 Minuten Chaos, ein irres Elfmeter-Schauspiel und ein Traumtor in der Verlängerung - das Finale des Afrika-Cups zwischen Marokko und dem Senegal lieferte denkwürdige Szenen. Mittendrin: Brahim Diaz.
Marokkos Superstar hatte bis dahin ein starkes Turnier gespielt und wurde am Ende mit dem Goldenen Schuh für den besten Torschützen des Afrika-Cups ausgezeichnet. Mit fünf Toren hatte er den Gastgeber ins Finale geführt, mit seinem sechsten Treffer hätte er die Atlas-Löwen, wie Marokkos Nationalmannschaft genannt wird, zum ersehnten Titel schießen können. Doch ausgerechnet im bis dato wichtigsten Moment seiner Karriere versagten dem 26-Jährigen die Nerven.
Brahim Diaz nimmt Schuld auf sich
In der letzten Minute der Nachspielzeit entschied Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala (DR Kongo) nach einem VAR-Check auf Strafstoß für Marokko. Im Anschluss spielten sich tumultartige Szenen ab. Senegals Nationaltrainer Pape Thiaw zeigte sich erbost und holte sein Team vom Rasen, die Partie stand kurz vor dem Abbruch.
Erst nach dem Eingreifen von Sadio Mane und gut 15 Minuten später konnte Diaz zum Elfmeter antreten, den er Torwart Edouard Mendy im Panenka-Stil in die Arme lupfte (90.+24). Was für ein Drama!
Danach standen dem Mittelfeldspieler die Tränen in den Augen, in der Verlängerung wurde er kurz nach dem Gegentor ausgwechselt. Einen Tag später meldete sich die tragische Figur des Endspiels zu Wort und nahm die Schuld auf sich.
Das Statement von Brahim Diaz im Wortlaut
"Meine Seele schmerzt. Ich habe von diesem Titel geträumt, dank all der Liebe, die ihr mir gegeben habt, dank jeder Nachricht, dank jeder Unterstützung, die mir das Gefühl gegeben hat, nicht allein zu sein. Ich habe mit allem gekämpft, was ich hatte, vor allem mit meinem Herzen.
Gestern habe ich versagt, und ich übernehme die volle Verantwortung dafür und entschuldige mich von ganzem Herzen.
Es wird mir schwerfallen, mich davon zu erholen, denn diese Wunde heilt nicht so leicht, aber ich werde es versuchen. Nicht für mich, sondern für alle, die an mich geglaubt haben, und für alle, die mit mir gelitten haben.
Ich werde weitermachen, bis ich euch eines Tages all diese Liebe zurückgeben und der Stolz meines marokkanischen Volkes sein kann."