BVB nach Transfer von Sebastien Haller: Mögliche Aufstellung in Offensive

Haller endlich da! Für diese BVB-Stars wird es eng

Von Andreas Kloo

Endlich ist es offiziell! Borussia Dortmund hat Sebastien Haller als Nachfolger von Erling Haaland verpflichtet. Die ersten Worte des Ajax-Stürmers.

Der Transfer von Sebastien Haller ist fix, die neue Offensive von Borussia Dortmund steht. Für ein Trio bedeutet das eine unsichere Zukunft.

Lange mussten sich die Fans von Borussia Dortmund gedulden. Am Mittwochnachmittag gab es endlich Gewissheit. Sebastien Haller stürmt künftig für den BVB. Zwei Wochen nach dem Medizincheck machten die Schwarz-Gelben den Transfer offiziell und verkündeten stolz: "Es gibt eine neue 9 in der Stadt."

Der Königstransfer ist eingetütet, die Suche nach einem Nachfolger für den zu Manchester City abgewanderten Erling Haaland endgültig beendet. "Mit seiner Erfahrung kann er gerade unseren jungen Kräften in der Offensive auch Halt und Stabilität verleihen", sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl in der offiziellen Pressemitteilung über den 28-jährigen Neuzugang.

Borussia Dortmund: Sebastien Haller und Erling Haaland im Vergleich

Kehls Aussage ist zugleich ein Fingerzeig, auf wen Trainer Edin Terzic in der Offensive als Partner für Haller setzen wird - und auf wen eher nicht.

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Mit den jungen Kräften sind sicherlich vor allem der 19-jährige Giovanni Reyna und der 20-jährige Karim Adeyemi, der von RB Salzburg zum BVB stieß, gemeint. Aber auch Youssoufa Moukoko, dessen Vertragsverlängerung derzeit unklar ist, den die Dortmunder aber gerne behalten würden.

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Reus als Zehner gesetzt

Haller wird den Platz im Sturmzentrum im bei Trainer Edin Terzic beliebten 4-2-3-1 einnehmen. Auch im ersten Testspiel gegen den Lüner SV am Dienstag ließ Terzic mit diesem System spielen. In den ersten 45 Minuten agierte dabei Moukoko auf der Neun. Er wird sich aber mit der Rolle des Backups für Haller begnügen müssen.

Im ersten Testspiel unter der Regie von Edin Terzic gewann der Vizemeister beim benachbarten Westfalenligisten Lüner SV standesgemäß 3:1 1:0. Die Highlights im Video.

Die Position des Zehners hinter Haller dürfte Kapitän Marco Reus besetzen. Mit 23 Torbeteiligungen in der vergangenen Saison demonstrierte der 33-Jährige, wie wertvoll er nach wie vor für den BVB ist. In dieser Woche kehrte er bereits frühzeitig aus dem Urlaub zurück und startete nach seiner Oberschenkelverletzung mit individuellem Training.

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Auf den offensiven Außenbahnen bevorzugt Terzic schnelle Spieler, die mit Tempo Richtung gegnerisches Tor ziehen. Adeyemi erfüllt diese Anforderung und stellte als Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga (19 Treffer) auch seine Torjägerqualitäten unter Beweis. Für ihn zahlten die Dortmunder 30 Millionen Euro an RB Salzburg, er wird in Terzic' Gedankenspielen in der ersten Elf als Außenstürmer vorgesehen sein.

Image: So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 4-2-3-1-System auflaufen.

Vier Spieler für eine Position

Das heißt aber auch, dass sich mindestens vier Spieler um die Position eines weiteren Angreifers in der offensiven Dreierreihe bewerben.

Die Nase vorn dürfte dabei Giovanni Reyna haben. In der vergangenen Saison warfen den US-Amerikaner immer wieder Verletzungsprobleme zurück, so dass er nur neun Bundesliga-Spiele bestritt. Sollte er aber wieder seine Bestform erreichen, ist er unter Terzic gesetzt. Das zeigte sich in der Rückrunde 2020/2021.

Auch wenn Terzic im Sinne der Belastungssteuerung das ein oder andere Mal durchrotieren wird, wird es damit für ein Trio eng.

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Hazard außen vor?

Da ist zum einen Thorgan Hazard zu nennen. Der 29-Jährige, der 2019 aus Mönchengladbach nach Dortmund wechselte, überzeugte in der vergangenen Saison nur selten. In der Rückrunde wurde er von Trainer Marco Rose wegen schwacher Trainingsleistungen einmal sogar aus dem Kader gestrichen. Zum Saisonende fiel er mit Rückenproblemen aus. Zuletzt war von einem Interesse Newcastle Uniteds die Rede.

Die Spielplan-Highlights der Bundesliga-Saison 2022/2023:

Union Berlin – Hertha BSC | Hinspiel: 1. Spieltag: 06./07.08. | Rückspiel: 18. Spieltag: 27.-29.01.
FC Bayern München – Borussia Mönchengladbach | Hinspiel: 4. Spieltag: 26.-29.08. | Rückspiel: 21. Spieltag: 17.-19.02.
RB Leipzig – Borussia Dortmund | Hinspiel: 6. Spieltag: 09.-11.09. | Rückspiel: 23. Spieltag: 03.-05.03.
Borussia Dortmund - FC Schalke 04 | Hinspiel: 7. Spieltag: 16.-18.09. | Rückspiel: 24. Spieltag: 10.-12.03.
FC Bayern München – Borussia Dortmund | Hinspiel: 9. Spieltag: 07.-09.10. | Rückspiel: 26. Spieltag: 31.03.-02.04.
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln | Hinspiel: 09. Spieltag: 07.-09.10. | Rückspiel: 26. Spieltag: 31.03.-02.04.
FC Bayern München – Werder Bremen | Hinspiel: 14. Spieltag: 09./10.11. | Rückspiel: 31. Spieltag: 05.-07.05.
FC Schalke 04 – FC Bayern München: | Hinspiel: 15. Spieltag: 11.-13.11. | Rückspiel: 32. Spieltag: 12.-14.05.
1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt | Hinspiel: 15. Spieltag: 11.-13.11. | Rückspiel: 32. Spieltag: 12.-14.05.
RB Leipzig – FC Bayern München | Hinspiel: 16. Spieltag: 20.-22.01. | Rückspiel: 33. Spieltag: 19.-21.05.

Auch Nationalspieler Julian Brandt wird es nicht leicht haben, einen Platz im System von Terzic zu finden. Mit vier Treffern in den letzten sechs Saisonspielen befand sich der 26-Jährige zwar im Aufwind, unter Terzic hatte er aber einen schweren Stand. In den K.o-Spielen der Champions League kam Brandt damals zweimal gar nicht zum Einsatz, zweimal nur für zehn Minuten.

Für Donyell Malen geht die Perspektive ebenfalls Richtung Ersatzbank. Im vergangenen Jahr eigentlich der Königstransfer in der Offensive, blieb er mit nur fünf Treffern hinter den Erwartungen zurück.

Es ist definitiv nicht auszuschließen, dass einer aus diesem Trio den BVB bei einem entsprechenden Angebot bis zum 1. September noch verlässt.

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