Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bringt den Fall Fritz Keller vor das verbandsinterne Sportgericht.
Die Kommission habe über die "Freisler-Äußerung" des DFB-Präsidenten beraten "und das Ergebnis (...) dem Sportgericht zur Entscheidung vorgelegt", hieß es in einer Mitteilung am Montag.
Keller mit Nazi-Vergleich
Auch zwei Anträge gegen den DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius wurden demnach beraten: "Es handelt sich dabei zum einen um die Umstände und die Verfahrensweise im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung des Büroleiters von Herrn Keller. Zum anderen handelt es sich um die Weitergabe eines Schreibens von Herrn Keller (...) durch Herrn Dr. Curtius an den Medienberater Kurt Diekmann." Die Ergebnisse seien "dem DFB als Arbeitgeber des Generalsekretärs zur Entscheidung vorgelegt" worden.
DFB-Sportgericht: Urteil im Fall Keller bis Ende Mai
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes will den heiklen Fall um den Nazi-Vergleich des angeschlagenen DFB-Präsidenten Fritz Keller vor der Europameisterschaft abschließen. "Mit einer Entscheidung ist noch im Mai zu rechnen, allerdings nicht in dieser und auch nicht in der nächsten Woche", sagte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Keller hatte den Vizepräsidenten Rainer Koch in einer Sitzung Medienberichten zufolge mit dem berüchtigten Nazi-Richter Roland Freisler verglichen.