Edin Dzeko offiziell beim FC Schalke vorgestellt

In bester Schalke-Manier stellte sich der neue Hoffnungsträger mit einem "Glück auf" vor, dann geriet Edin Dzeko direkt ins Schwärmen

Torjäger Edin Dzeko hat bei seiner Vorstellung auf Schalke in den höchsten Tönen von seinem neuen Arbeitgeber geschwärmt. Er glaubt an eine schnelle Eingewöhnung.

Die 2. Bundesliga sieht Edin Dzeko nicht als Rückschritt. "Für mich ist es nur Schalke: Dieses geile Stadion, die Fans, die immer hinter der Mannschaft stehen", sagte der 39-Jährige bei seiner Vorstellung: "Ich habe den ersten Kontakt gemacht, vom ersten Tag an wollte ich nur zu Schalke."

Dafür schlug Dzeko höher dotierte Angebote anderer Klubs aus. Das sei "krank", hätten ihm manche gesagt, "ich bin aber nicht krank, sondern zu 100 Prozent da", erwiderte der Bosnier, dessen Vertrag beim Tabellenführer bis zum Saisonende läuft. Nationalspieler Robin Gosens, mit dem er bis zuletzt bei der AC Florenz gespielt hatte, der frühere Schalker Sead Kolasinac, sein Vater oder Bosniens Nationaltrainer Sergej Barbarez - sie alle hätten ihm geraten, den Schritt nach Gelsenkirchen zu wagen.

S04 sei "ein großartiger Verein". Er wolle mit Leistung und Toren vorangehen und Kritiker, die den Bosnier für zu alt halten, überzeugen. "Ich brauche keine Zeit, weil ich schon viel gesehen habe in meiner Karriere. Es ist nicht die Frage, wie viel man läuft, sondern, wie man läuft", sagte Dzeko und tippte sich an die Stirn. Fußball sei Kopfsache, und mit dem Druck als prominentester Spieler der Liga könne er umgehen, betonte er.

Nach der offiziellen Vorstellung von Edin Dzeko beim FC Schalke 04 spricht der Neuzugang mit Sky Sport Reporter Dirk grosse Schlarmann über seinen Wechsel, und was er den Königsblauen geben kann im Aufstiegsrennen.

Medizincheck am frühen Morgen

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Dzeko war pünktlich um 7.20 Uhr zum Medizincheck erschienen, knapp sechs Stunden später war der Deal perfekt. Als der neue Hoffnungsträger auf der Pressekonferenz im flüssigen Deutsch redete, seien bereits mehrere tausend Trikots verkauft worden, verriet Sprecher Alex Jacob. Das erste, so Dzeko, habe sich der frühere Schalker Kolasinac gesichert.

Der Austausch mit Trainer Miron Muslic oder mit Innenverteidiger Nikola Katic, den Dzeko aus der Nationalmannschaft kennt, sei hervorragend gewesen, berichtete Dzeko, der bereits am Sonntag (13.30 Uhr/Sky Sport) gegen den 1. FC Kaiserslautern debütieren könnte und am Freitag (10.45) mit der Mannschaft öffentlich trainiert.

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Es ist offiziell! Edin Dzeko wechselt von der AC Florenz zu Schalke 04 in die 2. Bundesliga. In bester Schalke-Manier stellte sich der neue Hoffnungsträger mit einem ''Glück auf'' - auf Schalke ist die Dzeko-Mania ausgebrochen.

"Edin hat uns nach der ersten Kontaktaufnahme sehr schnell und klar kommuniziert, dass er richtig Lust auf Schalke hat. Mit ihm verpflichten wir einen Angreifer, der in seiner Karriere auf dem höchsten Niveau gespielt hat", sagte Youri Mulder, Direktor Profifußball auf Schalke: "In den Gesprächen hat er uns glaubhaft verdeutlicht, wie hungrig er auf eine erfolgreiche Rückrunde mit uns ist."

Am Mittwochabend ist Edin Dzeko am Flughafen in Düsseldorf gelandet, am Donnerstag soll dann der Medizincheck und die Vertragsunterschrift für den FC Schalke 04 folgen.

Schalke-Offensive oft zu harmlos

Schalke kann die Qualitäten Dzekos für seine Mission Aufstieg sehr gut gebrauchen. Zwar führt S04 die Tabelle an, doch die Offensive bereitet Sorgen. 22 Tore in 18 Spielen sind schlicht zu wenig. "Wir wissen, dass wir vorne mehr Durchschlagskraft brauchen", hatte Trainer Muslic jüngst betont - hier soll Dzeko helfen: Auf Vereinsebene in 856 Spielen gelangen ihm 371 Tore und 153 Vorlagen. In 146 Länderspielen erzielte er 72 Tore. Mulder ist daher überzeugt, dass "unsere Mannschaft von Edins Qualitäten als Zielspieler und Torjäger profitieren wird".

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Dzeko, mit dem VfL Wolfsburg 2009 deutscher Meister und im folgenden Jahr Torschützenkönig der Bundesliga, war am Mittwoch in Düsseldorf gelandet. Schon am Flughafen erfüllte er den wartenden Fans sämtliche Wünsche nach Autogrammen und Selfies. Auch am frühen Morgen am Vereinsgelände wurde der Stürmer von TV-Teams und anderen Journalisten empfangen.

SID

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