FC Bayern News: Thomas Müller redet nach Hertha-Spiel Klartext

Müller-Kritik trotz Lewy-Show: "Geht die ganze Mannschaft an"

Von Thomas Goldmann

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Der Last-Minute-Sieg des FC Bayern gegen Hertha BSC übertüncht die Schwächen des Rekordmeisters. Thomas Müller sprach im Anschluss am Sky Mikro Klartext.

Robert Lewandowski trifft gegen Hertha BSC beim 4:3-Sieg viermal und rettet dem FC Bayern in einer verrückten Schlussphase drei Punkte. Der Ausnahmestürmer zeigt einmal mehr seine Extraklasse, einige seiner Teamkollegen waren dagegen nicht voll auf der Höhe.

Thomas Müller erklärte nach der Partie am Sky Mikro, was momentan gut läuft. "Es geht um die Mentalität, die wir zeigen, um das Spiel umzudrehen, um Sevilla in der Verlängerung zu schlagen, um Dortmund noch zu schlagen, obwohl wir wieder das 2:2 bekommen haben, die haben wir."

Müller fordert mehr Qual

Was die Bayern aktuell nicht haben, ist die unbedingte Gier, immer weiter auf das nächste Tor zu spielen. "Die Mentalität, nach einer 2:0-Führung weiter dranzubleiben, was uns mal ausgezeichnet hat, gerade nach der Coronapause in der letzten Spielzeit, da müssen wir wieder hin, dass wir uns wieder quälen, wenn das Ergebnis für uns steht", meint Müller.

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Ausgenommen davon ist Robert Lewandowski. Der Tor-Hunger des Polen ist schier unersättlich. Der 32-Jährige war gegen Hertha mit Abstand der beste Spieler auf dem Platz und stand fast immer goldrichtig. Beim 2:0 zeigte er mit einem phänomenalen Drehschuss seine Extra-Klasse. Zu guter Letzt holte Lewandowski auch noch den entscheidenden Elfmeter in der Nachspielzeit raus, den er natürlich selbst verwandelte.

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Bayern-Abwehr von der Rolle

Auf der anderen Seite des Spielfelds wirkte die Bayern-Abwehr unaufmerksam und fahrig. Gleich zweimal verspielte das Team von Hansi Flick eine Führung. Trotz 0:2 und 2:3 kam die Hertha nochmal zurück. Beim 2:2 durch Matheus Cunha stand die Bayern-Abwehr nur Spalier, beim 3:3 durch Jessic Ngankam ließ sich die Hintermannschaft von einer einfachen Flanke aus dem Halbfeld übertölpeln. Das wäre dem Rekordmeister in der letzten Saison nicht passiert.

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"Wir können natürlich nicht zufrieden sein, wie wir aktuell unser eigenes Tor verteidigen. Das geht die ganze Mannschaft etwas an, das hat auch nicht immer etwas mit taktischen Positionen zu tun. Sobald wir in Führung sind oder nicht hinten sind, haben wir das Gefühl, das läuft schon irgendwie", sagte Müller bei Sky.

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Sein Coach mahnt ebenfalls, dass eine Leistung auf Sparflamme auf diesem Niveau zu wenig ist. "Wir wissen auch, dass wir in der Defensive besser arbeiten können, den Gegner nicht unter Druck setzen, wie wir das wollen. Da fehlen im Moment ein paar Prozent. Und 90 oder 95 Prozent reichen gegen eine Mannschaft wie Hertha BSC nicht", so Flick am Sky Mikro.

Verstärkungen im Anflug

Verstärkung für die Verteidigung ist wohl in Sicht. Bouna Sarr von Olympique Marseille soll als Rechtsverteidiger-Backup kommen und dort Benjamin Pavard entlasten. Der Transfer von Mittelfeld-Mann Marc Roca ist bereits fix, zudem sollen Eric Maxim Choupo-Moting und Douglas Costa die Offensive verstärken.

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Frische Kräfte, die der Triple-Sieger dringend gebrauchen kann. Das Ziel für die kommenden Spiele hat Müller klar definiert. Der FC Bayern will zurück zur Extra-Klasse der letzten Saison. "Wir sind nicht auf dem Platz, um verständliche Dinge zu tun, sondern Dinge, die der FC Bayern tut und die nur der FC Bayern tut. Und für die wir bewundert werden und für die wir bewundert wurden. Da müssen wir wieder hinkommen."

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