Der FC Bayern hat mit einer denkwürdigen Pressekonferenz für Aufsehen gesorgt. Sky Reporter und Bayern-Experte Uli Köhler ordnet die Aussagen ein.
Die Führung des FC Bayern rund um Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic hat in einer halbstündigen Pressekonferenz die Bundesliga aufgewirbelt. Man holt in einer Medienschelte zum Rundumschlag gegen die Berichterstattung der jüngeren Vergangenheit aus - insbesondere im Bezug auf die FCB-Spieler.
In einer sportlichen Krise richtet der Rekordmeister den Blick weg von Trainer Niko Kovac und der Mannschaft. Seit vier Pflichtspielen warten die Münchner auf einen Sieg - zuvor startete man souverän mit sieben Siegen in Folge in die Saison.
"Man wollte damit Druck von der Mannschaft und Trainer Kovac nehmen. Diese PK wird jetzt erstmal die Schlagzeilen beherrschen. Es ging um die Präsenz dieser drei Herren. Das war den Bossen klar und das soll von der Mannschaft erstmal ablenken", sagt Sky Reporter Uli Köhler, der selbst bei der Pressekonferenz vor Ort war.
FCB-Attacke statt Ruhe ausstrahlen
Die Bayern haben sich positioniert - die Meinungen über den Auftritt des Trios gehen allerdings auseinander. Dennoch werde sich die Führungsriege "nach zwei Tagen auch darüber nachdenken, ob diese PK so richtig war, wie sie abgehalten wurde".
Köhler hätte sich in einer solchen Situation eine andere Gangart erwartet. "Ein Verein wie Bayern muss da eigentlich mit Größe und Gelassenheit reagieren, das ist leider nicht passiert. […]Kritik gehört dazu, damit müssen alle leben - auch der FC Bayern."
Das Gegenteil ist eingetreten: Die Abteilung Attacke hat in einer Wucht zugeschlagen, wie man sie selten erlebt hat.