Die Frauenmannschaft des englischen Fußballklubs West Bromwich Albion hat sich gegen die weißen Trikothosen zur Wehr gesetzt und damit den Klub zu der Entscheidung gebracht, fortan nur noch dunkle Shorts in marineblau zu tragen.
Es könnte ein erster revolutionärer Schritt im Frauenfußball und Frauensport generell sein. Schon seit längerer Zeit gibt es immer wieder die Diskussion um weiße Hosen, die Frauen im Sport tragen müssen. Während der Periode fühlen sich viele Frauen in hellen Shorts sehr unwohl und können dadurch in ihrer Leistung beeinträchtigt werden.
Verein macht Spielerinnen glücklich
Die Albion-Kapitänin Hannah George und ihre Kolleginnen sind dem Verein nun dankbar für die Unterstützung in diesem Bereich: "Es ist großartig, dass der Verein unseren Wechsel zu marineblauen Shorts unterstützt."
"Es ist uns sehr wichtig, den Verein professionell zu repräsentieren und in der Ausrüstung schick auszusehen. Diese Änderung wird uns helfen, uns ohne zusätzliche Bedenken oder Ängste auf unsere Leistung zu konzentrieren", erklärt George.
Auch Trainerin Jenny Sugarman ist froh, gemeinsam mit dem Verein den Spielerinnen in diesem Punkt den Rücken zu stärken: "Ich bin stolz, dass der Verein die Entscheidung unterstützt hat, für unsere Spielerinnen auf marineblaue Shorts umzusteigen. Es ist ein weiteres Zeichen für die kontinuierliche Integration der Frauenmannschaft im gesamten Klub und die Anerkennung einer fortschrittlichen und integrativen Kultur."
Lionesses & Wembley sorgten bereits für Diskussionen
Auch im Sommer vor der Frauen-Europameisterschaft hatte die englische Nationalmannschaft ihre Bedenken bezüglich der weißen Hose zu ihrem Heimtrikot geäußert und die FA sei gemeinsam mit Ausrüster Nike dabei, eine Lösung zu finden. Zudem kam die Diskussion bei dem traditionsreichen Tennis-Turnier in Wimbledon auf. Dort ist es den weiblichen Sportlerinnen durch das strenge Regelwerk vorgeschrieben, weiß zu tragen.
Der Beginn einer kleinen Revolution?
Der Verein West Bromwich Albion hat mit seiner Entscheidung ein wichtiges Zeichen gesetzt und vielleicht ja sogar einen Stein ins Rollen gebracht. Es könnten weitere Vereine oder Verbände ihrem Vorbild zum Wohle der Spieler- und Sportlerinnen folgen.
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