Internationale Pressestimmen: "Neymar ist ein Nervenbündel"

Kritik an Brasiliens Superstar

In Brasilien wird Superstar Neymar trotz seines Treffers beim 2:0 gegen Costa Rica kritisiert. "Neymar ist ein Nervenbündel und kann das vor keinem verstecken", schreibt Estado de Sao Paulo. In der Schweiz wird der Doppeladler-Jubel von Xhaka und Shaqiri kritisiert. Die Pressestimmen.

O Globo sieht einen "leidensvollen Sieg" der Brasilianer gegen Costa Rica, Zero Hora "90 Minuten voller Leid und Drang."

Nach dem Sieg gegen Serbien (2:1) war der umstrittene Doppeladler-Jubel der Torschützen Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri das bestimmende Thema in den Schweizer Medien. Für die Boulevard-Zeitung Blick ist der wichtige Erfolg mit einem großen "Makel" behaftet.

Die Neuer Zürcher Zeitung wirft dem Duo mit kosovo-albanischen Wurzeln eine unterentwickelte "politische Sensibilität" und mangelndes "gesellschaftliches Bewusstsein" vor.

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Gestochen scharf durch das Sport-Highlight des Sommers: Erstmals in Deutschland überträgt Sky 25 Spiele der FIFA WM 2018 in Russland live und in Ultra HD.

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Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

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Brasilien - Costa Rica (2:0)

BRASILIEN

O Globo: "Brasilien siegt, aber irritiert. Erst mit fehlender Kreativität, dann mit den ausgelassenen Torchancen. Ein leidensvoller Sieg am Ende des Spiels gegen Costa Rica."

Mehr dazu

Folha de Sao Paulo: "Es war dramatisch, mit zwei Toren in der Nachspielzeit. Wenig Effektivität im Sturm."

Ex-Union Coach Keller kritisiert Neymar

Estado de Sao Paulo: "Neymar ist ein Nervenbündel und kann das vor keinem verstecken. Die Selbstkontrolle zu verlieren, kann Brasilien teuer zu stehen kommen."

Zero Hora: "90 Minuten voller Leid und Drang. Es war eine Tortur."

Estado de Minas: "Selecao rettet das Projekt Hexa in sechs Minuten. Philippe Coutinho, eigentlich Nebendarsteller hinter Neymar, übernimmt einmal mehr die Hauptrolle."

Schweiz - Serbien (2:1)

SCHWEIZ

Blick: "Mit dem 2:1-Sieg über Serbien wird die WM für unsere Nati zum Turnier ohne Grenzen. Doch der Doppeladler-Jubel von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka ist unnötig und dumm. Dass sie mit heißem Herzen gespielt haben, beim Jubel aber den kühlen Kopf vermissen ließen, ist der ganz große Makel nach diesem wunderbar aufwühlenden Abend."

Tagesanzeiger: "Unnötige Geste nach den Treffern: Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri zeigen mit den Händen den albanischen Doppeladler. Möglich, dass Xhaka die überfließenden Hormone zugutegehalten werden müssen. Clever war die Aktion sicher nicht. Die Schweizer werden wissen, welche Diskussionen sie jetzt wieder angestoßen haben."

Nanu, was ist das denn? Im WM-Halbfinale zwischen Kroatien und England ereignet sich eine bizarre Szene. Plötzlich liegt ein toter Fisch auf dem Spielfeld. Warum und aus welchem Block das Tier geworfen wurde, ist nicht bekannt.
Lange muss der tote Fisch aber nicht auf dem Rasen verweilen. Ein Offizieller kommt schnell herbeigeeilt und entfernt ihn vom Spielfeld.
Nach dem Elfer-Drama gegen Gastgeber Russland steht Kroatien erstmals seit 1998 wieder in einem WM-Halbfinale. Das ganze Land ist im Fußball-Rausch.
Wie schon nach dem Sieg gegen Dänemark wird auch der Einzug in die Runde der besten vier Mannschaften mit ganz viel Pyrotechnik gefeiert.
Was für Bilder! Nach einem 2:0-Sieg gegen Schweden zieht England erstmals seit 1990 wieder in ein WM-Halbfinale ein. Der Jubel auf der Insel kennt keine Grenzen ...
Beim Public Viewing in London feiern die Fans der Three Lions eine gewaltige Siegesparty. Der Traum vom zweiten WM-Triumph nach 1966 lebt.
Alle liegen sich jubelnd in den Armen und die ...
... eine oder andere Bierdusche ist natürlich auch dabei. Bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius eine nette - wenn auch klebrige - Erfrischung.
Die schwedischen Fans sehen natürlich nicht so glücklich aus.
Während ganz England in Ekstase ist, trauert Schweden.
Nach Belgiens sensationellem 2:1-Erfolg im WM-Viertelfinale gegen Brasilien kennt die Freude bei den Spielern keine Grenzen mehr. Thomas Meunier holt sich nach dem Schlusspfiff die Belohnung in Form eines Kusses ab.
Der Rechtsverteidiger zeigt im Duell gegen Neymar eine ganz starke Leistung. Logisch, dass es da seine Lebenspartnerin Deborah Panzokou nicht mehr auf ihrem Sitz hält.
Während die beiden ihr ganzes Glück genießen, herzt Axel Witsel seine kleine Tochter. Solche Szenen wollen die belgischen Anhänger am liebsten sicher auch nach dem Halbfinale gegen Frankreich sehen ...
Der Rote Teufel hat es in Kasan zum Viertelfinal-Duell zwischen Brasilien und Belgien ebenso ins Stadion geschafft wie ...
... der belgische Obelix. Die Belgier haben in der ersten halben Stunde nach einem Eigentor von Fernandinho und einem Tor von Kevin De Bruyne allen Grund zum Jubeln.
Dabei ritt der Favorit aus Brasilien vor dem Anpfiff auf der Erfolgs-, die Fans auf der Euphoriewelle.
Die Stimmung bei den Anhängern der Selecao war daher dementsprechend gut. Doch nach dem Schlusspfiff ...
... dürfte den Damen das Lachen vergangen sein. Brasilien scheidet nach einer 1:2-Niederlage im Viertelfinale aus und muss die Heimreise antreten.
Im Viertelfinale kämpfen Uruguay und Frankreich um die Chance auf den nächsten Stern. Für Frankreich wäre es der zweite, für den zweifachen Weltmeister Uruguay bereits der fünfte. Denn: Uruguay trägt auch zwei Sterne für zwei Olympiasiege.
Lange haben sie gehofft, doch am Spieltag stand schnell fest: Für Uruguays angeschlagenen Sturmstar Edinson Cavani (l.) kommt ein Einsatz im Viertelfinale gegen Frankreich zu früh.
Es muss nicht immer die teure Stadionwurst sein: Diese französischen Fans wollen ihr Nationalgebäck auch in Nischni Nowgorod nicht missen.
Die Dame hat gewählt: Die Nummer sieben soll es sein, für diese Anhängerin der Les Bleus - und die trägt in der französischen Nationalmannschaft natürlich Superstar Antoine Griezmann.
Dabei strahlt doch auch sein Stern bei dieser WM bereits hell: Shooting Star Kylian Mbappe könnte bereits im zarten Alter von 19 Jahren der ganz große Wurf im Weltfußball gelingen.
Sollte Youngster Mbappe tatsächlich der entscheidende Mann bei den Franzosen werden, wird bei der nächsten Shopping-Tour wohl auch ein Trikot mit der Nummer zehn fällig.
Es war ein Traum in himmelblau: Diese Uruguay-Fans schienen früh zu ahnen, dass das Viertelfinale für ihr Team die Endstation bei der WM 2018 sein sollte.
Der wird ihm noch lange, lange nachhängen: Uruguays Keeper Fernando Muslera rutscht der Ball beim Stand von 0:0 gegen Frankreich durch die Hände und in die Maschen. Der wohl entscheidende Patzer zum Viertelfinal-Aus gegen Frankreich.
Zwischen ungläubig und untröstlich: Das WM-Aus Uruguays setzt diesen beiden Fans auf unterschiedliche Art zu.
James Rodriguez steht die Schockstarre sichtlich ins Gesicht geschrieben. Nach dem Ausscheiden seiner Kolumbianer im Elfmeterschießen ist die WM 2018 für Bayerns Dribbelkünstler beendet.
Der 26-Jährige möchte am liebsten auf das Spielfeld und selbst vom Elfmeterpunkt antreten.
Zuvor flippt der Bayern-Star komplett aus, als sein Landsmann Mina in der Schlussminute gegen England zum Ausgleich trifft.
Der kolumbianische Superstar musste das Achtelfinal-Duell gegen England verletzungsbedingt von der Tribüne aus verfolgen - dennoch mussten alle Emotionen raus.
Diese Schwedin hat gut Lachen. Die Skandinavier stehen nach dem 1:0-Sieg gegen die Schweiz im Viertelfinale der WM.
Lange müssen die schwedischen Fans bangen, aber Leipzigs Emil Forsberg ebnet mit seinem Treffer in der 66. Minute den Weg.
Danach passiert nichts mehr. Die Schweiz muss die Heimreise antreten. Die Fans sind dementsprechend bedient.
Valon Behrami muss nach dem Spiel sogar von seiner Frau getröstet werden.
Dass das Weiterkommen gegen Japan so teuflisch schwer werden würde, ahnten diese zwei Belgien-Fans vor Anpfiff offenbar noch nicht.
Ebenso wie ihr Team auf dem Platz sorgten die japanischen Fans auf der Tribüne für Hingucker.
Nach dem Last-Minute-Sieg versanken die belgischen Spieler in einem Jubelknäuel ...
... und die japanischen Fans im Tal der Tränen.
Belgiens Axel Witsel holte sich seine Belohnung für einen großen Fight direkt auf der Tribüne ab.
Zuvor peitschten diese brasilianischen Fans ihr Team mit greller Maskerade ins Viertelfinale.
Deutlich folkloristischer zeigte sich diese Anhängerin der mexikanischen Mannschaft.
Die brasilianischen Damen warfen sich beim Schaulaufen auf der Tribüne in Pose.
Aber auch die männlichen Anhänger der Selecao machten auf sich aufmerksam. Zum Bespiel als lebende Panini-Bilder.
Bei dieser brasilianischen Schönheit steckt die Botschaft im Haar. Der Wunsch für 2018: Der sechste Stern für den Rekordweltmeister.
Neymar überraschte mit einem für seine Verhältnisse äußerst konservativen Haarschnitt. Die Spaghetti-Phase ist offenbar vorbei.
Zu einer spontanen Erblondung kam es pünktlich zum Achtelfinale bei Mexikos Javier Hernandez (l.) und Miguel Layun. Glück gebracht hat's am Ende nicht.
Wie bei einer WM üblich, hat sich auch die ein oder andere Schönheit ins Stadion verirrt.
Auch sie wird sicherlich dafür Sorgen, dass nicht nur der Puls der Spieler nach oben geht.
Aber auch der Gegner aus Spanien hat weibliche Untersützung.
Motto: Fußball verbindet!
Ob sich dieser spanische Fan über die 1:0 Führung, oder die hübschen Russinen auf der Tribüne freut ist nicht überliefert.
Beide Damen sind sich einig: Kroatiens Nummer acht, Mateo Kovacic hat ihr Herz erobert.
Dieser kroatische Fan hat sich etwas in der Sportart verlaufen - aber eigentlich auch egal. Hauptsache er kann seine Landsleute anfeuern.

Neue Zürcher Zeitung: "Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka provozieren mit ihrem Torjubel die serbischen Zuschauer. Sie befeuern damit eine Diskussion, die man für beendet oder zumindest für abgemildert hielt. Sie haben so feine Füße wie kaum jemand sonst in dieser Auswahl. Aber ihre politische Sensibilität und ihr gesellschaftliches Bewusstsein sind unterentwickelt."

Aargauer Zeitung: "Aufwühlender WM-Abend: Großer Sieg der Schweiz, aber die Diskussionen drehen sich um den Doppeladler. Wie auch immer das Urteil ausfällt, eines müsste Xhaka und Shaqiri eigentlich bewusst gewesen sein: Dass sie damit die Diskussionen um Identität, um Herkunft und Heimat wieder neu entflammen."

Le Matin: "Für die Nati wird alles möglich. Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri sahen sich vor dem Spiel Provokationen der serbische Spieler und der Presse gegenüber. Diese Provokationen fanden unweigerlich ihre Fortsetzung auf dem Feld in einem Spiel, in dem es für beide Mannschaften um alles oder nichts ging."

WM-Tabellen: So steht es in den Gruppen

Wer hat die besten Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals? Die Tabellen der WM-Gruppen im Überblick.

Nigeria - Island (2:0)

NIGERIA

This Day: "Der Doppelpack von Musa belebt die WM-Hoffnungen der Super Adler. Es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels. Musa schreibt Geschichte, jetzt ist er der erste Nigerianer, der bei zwei Weltmeisterschaften trifft."

Daily Champion: "Musa schießt Nigeria dicht an die K.o.-Runde."

Nigerian Tribune: "Musa, der bei ZSKA Moskau spielte, war wirklich zu Hause. Er trifft beim Sieg Nigerias gegen Island zweimal."

ISLAND

Frettabladid: "Enttäuschung in Wolgograd. Nach einer torlosen ersten Halbzeit fuhr Nigeria über Island hinweg."

Alle Teams haben ihr Auftaktspiel hinter sich. Einige Mannschaften und Stars überzeugten, andere tauchten ab. Sky Sport zeigt die Tops und Flops der bisherigen WM in Russland. (Quelle: Sky/getty)
TOPS: An erster Stelle ist natürlich Cristiano Ronaldo zu nennen. Der Weltfußballer trifft für Portugal beim 3:3 gegen Spanien dreimal und führt die Torschützenliste an.
CR7 überragte, aber das ganze Spiel zwischen Spanien und Portugal war ein Augenschmaus. Sehenswerte Treffer, technische Kabinettstückchen und Hochglanz-Kombinationen. Fußballherz, was willst du mehr?
Auch Harry Kane gehört zu den Tops des 1. Spieltags der WM. Der Tottenham-Star schießt England mit seinem Doppelpack zum 2:1-Auftaktsieg gegen Tunesien. Der Rest des englischen Teams kann mit Kane allerdings nicht mithalten.
In der Bundesliga pfui, bei der WM hui! Der Videobeweis funktioniert beim Turnier in Russland perfekt. Einige Fehlentscheidungen konnten schon korrigiert werden. Auch die Torlinientechnik läuft reibungslos. Kritik bisher Fehlanzeige.
Ein weiterer Top sind die Standardsituationen. In den 16 Partien des 1. Spieltags fallen 38 Tore. Über die Hälfte davon (20) nach Ecke, Freistoß oder Elfmeter.
Brasilien, Deutschland, Spanien oder auch Argentinien gelingt kein Auftaktsieg. Ganz anders der Geheimfavorit aus Belgien. Gegen die Exoten aus Panama wirbeln De Bruyne, Lukaku, Hazard & Co. und deuten ihr großes Potenzial an.
Der höchste Sieg gelingt aber nicht den Roten Teufeln aus Belgien, sondern dem Gastgeber. Russland zaubert im Eröffnungsspiel und fegt völlig überforderte Saudis mit 5:0 aus dem Stadion.
FLOPS: Kurz vor der Gala der Russen gibt es schon den ersten Flop. Robbie Williams sorgt mit seinem Mittelfinger in die Kamera für den ersten Skandal der WM noch bevor diese überhaupt losgeht.
Ein Flop ist auch die Leistung des Titelverteidigers. Das DFB-Team liefert gegen Mexiko eine miserable Leistung ab und verliert völlig verdient mit 0:1. Kaum ein Spieler erreicht dabei Normalform. Thomas Müller ist ein Schatten seiner selbst.
Von dieser ist auch Lionel Messi im ersten Gruppenspiel weit entfernt. Der Barca-Superstar verschießt beim 1:1 gegen Island einen Elfmeter. Auch sonst gelingt dem Barca-Star nicht viel. Er schießt elf mal aufs Tor - ohne zählbaren Erfolg.
Neymar geht es kaum besser. Brasiliens großer Star verschießt zwar keinen Elfer, muss sich in der Heimat dennoch einiges anhören. Seine eigensinnige Spielweise gegen die Schweiz gefällt Fans und Presse nicht. Für seine Nudel-Frisur erntet er Spott.
Spaniens Torhüter David de Gea erwischt einen gebrauchten Tag. Sein übler Bock gegen Portugal wird sicher in jedem WM-Rückblick zu finden sein.
Immerhin kann Spaniens Nummer eins seinen Fehler noch gutmachen. Für Kroatiens Nikola Kalinic ist der Zug abgefahren. Weil sich der Milan-Star weigert, in der Schlussphase gegen Nigeria eingewechselt zu werden, wird Kalinic aus dem Kader geworfen.
Enttäuschend sind die Zuschauerzahlen. Im Schnitt sehen 46.422 Zuschauer die 16 Partien im Stadion. Das klingt gar nicht soooo übel, aber insgesamt sind nur vier Spiele ausverkauft.

The Reykjavic Grapevine: "Wie schon 2016 haben unsere Jungs dafür gesorgt, dass es die größte Spannung am letzten Spieltag gibt. Isländer mögen die Dinge nicht auf die einfache Art. Warum leben sie wohl auf einem Block aus Feuer und Eis in der Nähe des Nordpols? Die ganze Nation wird auf den Beinen sein am Dienstag. Man kann nur sagen: 'Geht raus und quält die Welt'."

Dagbladid Visir: "Das Duell in der Sauna an der Wolga ging verloren. In der zweiten Halbzeit wurde die Aufgabe zu groß."