Der 29 Jahre alte Stürmer deutete unter der Woche im Kölner Express an, dass er mit seinen Einsatzminuten unter Coach Kwasniok unzufrieden sei.
Von Patrick Berger und Marlon Irlbacher
"Nein, definitiv nicht, wenn man die reine Minutenzahl sieht", sagte der frühere Nationalspieler. "Das ist deutlich zu wenig. Trotzdem versuche ich weiterhin, meine Stärken einzubringen, wenn ich auf dem Platz stehe. Das ist mir in meinen Augen bisher sehr ordentlich gelungen, wenn ich mir meine Statistiken angucke. Alle 74 Minuten ein Tor oder Assist ist nicht so schlecht. Die Entscheidungen seien für ihn "manchmal schwer zu begreifen".
Köln-Trainer Kwasniok reagiert
Kwasniok gefielen die offenen Worte offenbar gar nicht. In einem Gespräch - an dem auch Sportboss Kessler teilnahm - soll dem früheren Benfica-Profi die harte Entscheidung mitgeteilt worden sein. Das Interview soll, so ist aus dem Verein zu hören, aber nicht der Hauptgrund für den Kader-Rauswurf gewesen sein. Vielmehr ging es in dem Krisengespräch auch um das Rollenverständnis. Da sollen die beiden Parteien nicht immer einer Meinung gewesen sein. Waldschmidt soll in der neuen Trainingswoche dann wieder die Chance haben, in den Kader zu rutschen.
Zuletzt berichtete der Express, dass Kwasniok aufpassen müsse, große Teile der Kabine nicht zu verlieren. Es war nicht das erste Interview, in dem ein Profi zwischen den Zeilen Kritik äußerte.
Verwunderung im Team
Die überraschende Kader-Suspendierung sorgt auch innerhalb der Mannschaft für Verwunderung. Waldschmidt zählt schließlich mit Said El Mala und Jakub Kaminski statistisch zu den stärksten Kölner Spielern der bisherigen Hinserie. In zehn Spielen (nur fünf von Beginn an) gelangen ihm drei Tore und zwei Assists.
Der FC ist seit sechs Spielen sieglos. Ein Dreier in Heidenheim ist Pflicht, um die gedämpfte Stimmung ein wenig aufzuhellen. Dieses Unterfangen muss ohne Kreativspieler Waldschmidt erfolgen.
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