Nach Copa-Aus: Messi erhebt schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter

"Dieser Mist hat uns aus dem Spiel gebracht"

Von Sport-Informations-Dienst (SID)

Image: Argentinien-Star Lionel Messi haderte nach der Pleite gegen Brasilien mit der Leistung der Schiedsrichter.

Nach dem 0:2 gegen Brasilien im Halbfinale der Copa America steht der Argentinier Lionel Messi mit seiner Seleccion weiter mit leeren Händen da.

Es war wie immer. Der Schlusspfiff ertönte, Lionel Messi stand gedankenversunken und einsam im Mittelkreis. Bis Brasiliens Kapitän Dani Alves kam und den wieder einmal geschlagenen Superstar der Argentinier in den Arm nahm. Mitgefühl und Mitleid mit einem, der im Fußball alles gewonnen hat - nur keinen Titel mit seiner Nationalmannschaft.

Messi übt heftige Kritik am Schiedsrichter

Mit dem 0:2 (0:1) im Halbfinale der Copa America bleibt der fünfmalige Weltfußballer im himmelblau-weißen Nationaltrikot der Unvollendete. "Ungerecht", schimpfte der 32-Jährige voller Wut auf den Schiedsrichter. "Für sie pfiff er jede Kleinigkeit, für uns gab es nur Gelbe Karten", reklamierte der Barcelona-Star.

"Heute haben sie nicht einmal den Videobeweis herangezogen", meckerte Argentiniens Kapitän zudem erbost. Messi wollte in zwei Szenen Elfmeter für die Seleccion gesehen haben, Schiedsrichter Roddy Zambrano (Ecuador) ließ jedoch weiterlaufen.

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Messi knöpft sich Videoschiedsrichter vor

Messi: "Während des gesamten Turniers haben sie saublöde Handspiele moniert, pfiffen schwachsinnige Fouls, idiotische Elfmeter - aber heute hat der Videoschiedsrichter geschwiegen", schimpfte der Barca-Star. Und weiter: "Ab dem ersten Kontakt im Spiel wurde nur für ihre Lieblinge (Brasilien, Anmerkung der Redaktion) gepfiffen. Und dieser Mist hat uns aus dem Spiel gebracht."

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"Wir haben ein großes Spiel geliefert", war sich Messi dennoch sicher. Und um ein Haar hätte er der Selecao im Mineirao von Belo Horizonte, wo Brasilien 2014 gegen Deutschland sein 1:7-Fiasko erlebt hatte, ein neues Trauma beschert.

"Hör nicht auf, es zu versuchen, Leo!"

Unermüdlich kurbelte Messi das Spiel der Gauchos mit teils spektakulären Aktionen an, er legte Sergio Aguero zu dessen Kopfball an die Latte (30.) auf, scheiterte selber mit einem Schuss am Pfosten (58.) und war hauptverantwortlich für das Torschussverhältnis von 13:4 zugunsten der Argentinier.

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Deshalb flehte daheim auch das Sportblatt Ole auf seiner Online-Seite direkt nach Schlusspfiff: "Hör nicht auf, es zu versuchen, Leo!" Für Messi geht es am Samstag noch nach Sao Paulo zur Partie der Halbfinal-Verlierer um Platz drei. Vielleicht nächstes Jahr erneut zur Copa America, dann daheim. Und 2022 die WM in Katar. Der letzte Titel der Argentinier datiert von der Südamerikameisterschaft 1993.

Die Brasilianer treffen dagegen am Sonntag im Finale im Maracana auf den Sieger des in der Nacht auf Donnerstag ausgetragenen zweiten Vorschlussrunden-Duells zwischen Titelverteidiger Chile und Peru. Die Selecao kann weiter auch die fünfte Copa America daheim im Zuckerhut gewinnen und strebt ihren insgesamt neunten Triumph beim ältesten Nationenturnier der Welt an.

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Messi spielt wohl weiter für die Seleccion

Auch wenn der verletzt fehlende Superstar Neymar anschließend zum Mitfeiern in die Kabine stürmte. Auch wenn Brasiliens Staatspräsident Jair Bolsonaro sich auf einer halben Ehrenrunde bereits zur Halbzeit als "Mito" (Mythos) feiern ließ. Nationaltrainer Tite vergaß in der Stunde des Triumphs den Verlierer des Abends nicht und stellte für alle klar: "Messi ist ein Außerirdischer."

Und freute sich über die Effizienz seines Teams. Gabriel Jesus (19.), der zuvor in fünf WM-Spielen und vier Copa-Auftritten leer ausgegangen war, sowie der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino (71.) verwandelten das mit 55.000 Zuschauern gefüllte Mineirao in einen Hexenkessel.

Am Ende gehörte die Bühne aber noch einmal Messi. "Wenn ich der Gruppe weiterhelfen kann, weiter begleiten kann, ja", beantwortete der "Unvollendete" die unvermeidliche Frage nach seiner Zukunft im Nationaltrikot. Viele Chancen auf einen Titel mit der Seleccion bleiben jedoch nicht mehr.

Sport-Informations-Dienst (SID)