Nach Rangnick-Attacke: Die legendärsten Trainer-Ausraster

Doll, Trapattoni, Völler & Co.

Von Von Nicolai Ecker

Image: Giovanni Trapattoni gab als Bayern-Trainer eine Legendäre PK.

Leipzig-Coach Ralf Rangnick ist öffentlich auf seine eigenen Spieler losgegangen. Nicht der erste Ausraster eines angefressenen Trainers. Wir erinnern an legendäre PKs.

Nach dem verpatzen Europa-League-Auftakt von RB Leipzig wählte Ralf Rangnick deutliche Worte. "Es ist völlig pervers. Wir fliegen drei Monate durch ganz Europa und qualifizieren uns für die Gruppenphase und dann meinen einige Spieler, es ist nur eine lästige Pflicht. Man lernt auch mit 60 Jahren als Trainer noch nicht aus. Wir werden diese Spieler in die Spur bringen", schimpfte der RB-Coach in die Kameras. Hier gibt's den Rangnick-Ausraster im VIDEO!

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Wahrlich nicht die erste Pressekonferenz, auf der es hoch hergeht. Also blickt skysport.de auf einige legendäre Ausraster zurück. Darunter Trainer, die ihre Spieler kritisieren wie Bayern-Coach Giovanni Trapattoni oder Übungsleiter, die gegen die Medien schießen wie Bruno Labbadia oder Rudi Völler.

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Die legendärsten Trainer-Ausraster zum Durchklicken:

Die wohl legendärste Wutrede: 1998 ledert der ehemalige Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni gegen seine Spieler. Ausdrücke wie ''Flasche leer'' oder ''Ich habe fertig'' sind noch heute im Kopf vieler Fans.
Der Meistertrainer von 1997 zündet ein 3,5-minütiges Sprüche-Feuerwerk ab. Vor allem Thomas Strunz greift er an: ''Was erlauben Strunz? Is immer verletzt'' Er suchte die Schuld bei seinen Spielern und meinte: ''Ein Trainer ist nicht ein Idiot!''
Nach einem Spiel der Nationalmannschaft gegen Island (0:0) fühlt sich der damalige Bundestrainer Rudi Völler 2003 zu unrecht in der Kritik und pöbelt im Interview.
''Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr höre'', schimpft Völler mit Moderator Waldemar Hartmann. ''Du sitzt locker hier auf deinem Stuhl und hast drei Weißbier getrunken.''
2007 sorgt auch Klaus Augenthaler für einen skurrilen Auftritt. Der damalige Wolfsburg-Coach stellte sich in 42 Sekunden selber Fragen, um diese dann zu beantworten.
''Es gibt vier Fragen und vier Antworten, die Fragen stelle ich und die Antworten gebe ich auch.'' Dies setzt der Trainer dann auch in die Tat um und verlässt danach wortlos die Pressekonferenz.
Auch der damalige BVB-Coach Thomas Doll rechnet 2008 mit den Medien ab. Als er nach dem verlorenen Pokal-Endspiel gegen Bayern kritisiert wird, platzt ihm der Kragen.
''Permanent auf den Trainer einzunageln, das ist eine absolute Frechheit!'' Und weiter: ''Da lach' ich mir doch den Arsch ab. Alles bla bla bla ist das'', tobte der Dortmund-Trainer.
Darf in unserer Bildergalerie nicht fehlen: Christoph Daum. 2011 lässt der damalige Trainer von Eintracht Frankfurt seinen Frust in einem Interview ab.
''Wir sind im Augenblick die Angreifbaren, haben sie natürlich recht. Hauen sie drauf, vernichten sie uns, wo sie können. Wir geben nicht auf, wir kommen wieder! Wir lassen uns von euch nicht aus der Spur bringen'', schießt Daum gegen die Medien.
Als Trainer des VfB Stuttgart rastet Bruno Labbadia 2012 nach einem 2:2 gegen Bayer Leverkusen aus. In der Kritik stehen nicht seine Spieler, sondern die Medien.
''Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn der Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird.'' Er fordert eine faire Berichterstattung: ''Die Trainer in der Bundesliga sind nicht die Mülleimer von allen Menschen hier!''
Gertjan Verbeek sieht es ähnlich wie Doll. Der damalige Trainer vom VfL Bochum beschimpft die Presse im Jahr 2015.
''Warum schreibt ihr dann immer solche Scheiße? Ihr seid ja Arschlöcher'', meckerte Verbeek Richtung anwesende Journalisten.

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