Zum ersten Mal seit Mitte der 1990er-Jahre waren an der Stamford Bridge wieder Zuschauer auf den Stehplatztribünen im Stadion.
Knapp 40.000 schauten sich das Premier-League-Spitzenspiel zwischen dem FC Chelsea und dem FC Liverpool (2:2) live im Stadion an und sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre wie wir es aus der Bundesliga gewohnt sind. Einige davon feuerten die Spieler erstmals auch wieder in Stehbereichen an.
Denn nach der Hillsborough-Katastrophe 1989 in Sheffield, die durch Gedränge in den Stehplatzbereichen und einer daraus resultierenden Massenpanik mit 97 Toten sowie 766 Verletzten endete, waren Stehplätze in den zwei englischen Top-Ligen seit Mitte der 1990er-Jahre verboten.
Pilotprojekt in fünf Stadien
Mit einer Testphase in ausgewählten Stadien möchten die Verantwortlichen die sichere Zulassung von Zuschauern auf den Stehrängen ausprobieren. An der Stamford Bridge dürfen diese von der Matthew-Harding-Tribüne sowie dem Shed End das Spiel verfolgen. Neben Chelsea gehören auch Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur und Zweitligist Cardiff City zu den ausgewählten Testkandidaten des Pilotprojektes.
Sollte sich die Testphase in den fünf Stadien als erfolgreich erweisen, könnten die Fans ab kommender Saison auch in allen anderen englischen Stadien wieder auf die Stehplätze zurückkehren.