Mario Götze ist die am meisten diskutierte Personalie: Der Mittelfeldmann kämpft noch um ein WM-Ticket, drückt beim BVB derzeit aber nur die Bank. Soll der WM-Held von 2014 mit nach Russland fahren oder nicht? Ein Pro und Contra.
Mario Götze hat es derzeit nicht leicht und steht im Kreuzfeuer der Kritik. Jürgen Klopp ist trotzdem von den Qualitäten des Weltmeisters überzeugt.
"Mario Götze ist heute ein um keinen Deut schlechterer Fußballspieler als er es als junger Spieler war", stellt der Ex-BVB-Coach im exklusiven Interview mit Sky klar. Der Liverpool-Trainer ist zuversichtlich, dass Götze bald wieder seine Form findet. Aber reicht das für einen Platz im WM-Kader? Die Sky Nationalmannschafts-Reporter Uli Köhler und Marc Behrenbeck beziehen Stellung.
Pro WM-Nominierung: Uli Köhler
Objektiv gesehen gibt es keinen Grund, ihn mitzunehmen - außer einen: Von den 23 Spielern im WM-Kader ist immer mindestens einer dabei, der nie zum Einsatz kommt. Und anstelle dieses Spielers könnte man auch Mario Götze nominieren. Zum einen aus Dankbarkeit, immerhin hat er Joachim Löw vor vier Jahren mit seinem Goldenen Tor gegen Argentinien den ersten WM-Titel beschert.
Und zum anderen funktioniert der Trick von 2014 ja nochmal, wenn Jogi ihm ins Ohr flüstert 'Zeig der Welt, dass du besser als Messi bist'. Vielleicht kann er dann in den letzten zehn Minuten irgendeines Spiels plötzlich sein Können wieder abrufen.
Contra WM-Nominierung: Marc Behrenbeck
Natürlich ist Mario Götze einer der talentiertesten deutschen Spieler. Aber genau darin liegt schon das Problem. Talentiert! Er ruft sein Leistungsvermögen bei weitem nicht ab. Und nur das zählt. Gerade auf seinen Positionen hat Joachim Löw derzeit bessere Alternativen. Sogar in der zweiten Reihe hinter der vermeintlichen DFB-Startelf etwa mit Julian Brandt oder Serge Gnabry, der in grandioser Form ist.
Stöger hat Götze zurecht zuletzt zwei Mal nicht berücksichtigt. BVB-Boss Watzke bringt das derzeitige Spiel des WM-Helden von 2014 auf den Punkt gebracht. "Irgendwas fehlt da." Es fehlt sogar sehr viel.
Wichtig ist, Götze keinen WM-Kaderplatz nur wegen vergangener Verdienste zu geben. Er sei doch der WM-Torschütze und einer der bekanntesten deutschen Weltstars, hört man immer wieder. Stimmt, aber vier Jahre später darf das kein Grund für eine Nominierung sein.