Verrückte Neymar-Klausel! Darum kann sich Real die Dementis sparen
Insider-Infos zum Vertrag vom PSG-Superstar
Von Sky Sport
Image:Superstar Neymar hat eine verrückte Klausel in seinem Vertrag bei Paris St. Germain.
Seit Monaten wird über einen Wechsel von Neymar zu Real Madrid spekuliert. Nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo nahm das Transfergerücht zusätzliche Fahrt auf. Doch die Madrilenen stellen klar, dass kein Interesse besteht. Ein Transfer wäre aber ohnehin unrealistisch - wegen einer verrückten Klausel im Vertrag des Superstars.
Zum zweiten Mal binnen zehn Tagen sah sich Real Madrid dazu genötigt, die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Neymar zu den Königlichen zu dementieren.
Am 3. Juli hatte der spanische TV-Sender TVE berichtet, dass Real 310 Millionen Euro Ablöse an Paris St. Germain für einen Wechsel bieten würde. Diese Infos seien "absolut unwahr" erklärte der Champions-League-Sieger. "Real hat PSG und dem Spieler überhaupt kein Angebot gemacht."
Doch die Gerüchte rissen nicht ab und so dementierte Real am 13. Juli erneut jegliches Interesse an dem 26-Jährigen. In einem offiziellen Statement teilte der Verein mit, "dass der Klub nicht plant, ein Angebot für Neymar einzureichen." Sollte Interesse an einem Spieler von PSG bestehen, so würde man "als erstes den Verein selber informieren."
Es ist eher unüblich, dass sich ein Verein zu Gerüchten äußert. Zweimal innerhalb so kurzer Zeit zum gleichen Thema dürfte ein Novum sein. Es zeigt aber, welche Dynamik mittlerweile in der Personalie Neymar steckt.
Der Superstar - erst vor einer Saison für die Weltrekord-Ablöse von 222 Millionen aus Barcelona nach Paris gewechselt - soll sich in der französischen Metropole nicht wohl fühlen und zurück nach Spanien wollen. Und welcher Verein würde besser passen als die Galaktischen?
Mit seinem Wechsel von Real Madrid zu Juventus taucht Cristiano Ronaldo (l) ein zweites Mal bei den teuersten Transfers der Geschichte auf. Sky Sport zeigt die Top 20 der größten Vereinswechsel (Quelle: transfermarkt.de, Stand 10.07.2018).
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Platz 20: Riyad Mahrez wechselt zu Manchester City. Medienberichten zufolge soll der englische Meister für den algerischen Nationalspieler umgerechnet 67,7 Millionen Euro Ablösesumme an den Liga-Konkurrenten Leicester City zahlen.
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Platz 19: Etwas teurer war Zlatan Ibrahimovic in der Saison 2009/10, als er für 69,5 Millionen Euro von Inter Mailand zum FC Barcelona wechselte. Dort blieb er aber nur eine Saison.
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Platz 18: Wie lange Thomas Lemar bei seinem neuen Klub Atletico Madrid bleibt, ist unklar. Für den Linksaußen legten die Spanier diesen Sommer 70 Millionen Euro auf den Tisch.
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Geteilter Platz 17: Als WM-Torschützenkönig ging James Rodriguez 2014 vom AS Monaco zu Real Madrid. Der Transfer kostete die Königlichen 75 Millionen Euro Ablöse.
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Platz 17: Für die gleiche Summe verließ Angel Di Maria im selben Transferfenster die Königlichen in Richtung Manchester United.
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PLATZ 15: Kevin De Bruyne kostete nochmal eine Million mehr. Manchester City überwies 2015/16 76 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg für den Belgier.
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Platz 14: Zinedine Zidane stellte 2001 einen neuen Transferrekord auf, der lange nicht gebrochen werden sollte: Für 77,5 Millionen Euro ging er von Juventus Turin zu den Königlichen.
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Platz 13: Virgil van Dijk wechselte im Winter 2017/18 für 78,8 Millionen Euro vom FC Southampton zum FC Liverpool. Damit ist er der teuerste Verteidiger aller Zeiten - nie wurde für eine Abwehrkraft mehr Geld bezahlt.
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Platz 12: Luis Suarez schloss sich im Sommer 2014 dem FC Barcelona an. Er brachte Liverpool stolze 81,7 Millionen Euro ein.
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Platz 11: Romelu Lukaku ging zur Saison 17/18 für 84,7 Millionen Euro vom FC Everton zu Manchester United.
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Platz 10: Neymar war bereits ein Superstar, bevor er das erste Mal in Europa spielte. Und der hat seinen Preis. 88,2 Millionen Euro ließ sich der FC Barcelona den Brasilianer vom FC Santos 2013 kosten.
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Platz 9: Auch wenn er vielleicht nicht immer die austrainierteste Figur macht: Tore schießen kann Gonzalo Higuain. Das weiß auch Juventus Turin und überwies dem SSC Neapel 2016 90 Millionen Euro für den Sturmtank.
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Platz 8: Das Bernabeu war voll, als Real Madrid 2009 stolz Cristiano Ronaldo, den zu diesem Zeitpunkt teuersten Spieler, präsentierte. 94 Millionen Euro kostete der Neuzugang von Manchester United.
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Platz 7: Vier Jahre später war es soweit: Mit dem Transfer von Gareth Bale wurde erstmals die 100-Millionen-Euro Marke geknackt. 101 Millionen Euro überwiesReal an Tottenham für den Waliser. Der Rekord sollte drei Jahre lang Bestand haben ...
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Platz 6: Dann kam Paul Pogba. 105 Millionen Euro zahlte Manchester United 2016, um den Mittelfeldstar aus Turin zurückzuholen.
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Platz 5: Zum zweiten Mal findet sich Cristiano Ronaldo (l.) in dieser Liste wieder. Für den fünffachen Weltfußballer zahlte Juventus 112 Millionen Euro an Real Madrid.
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Platz 4: Im Sommer 2017 verließ Flügelflitzer Ousmane Dembele Borussia Dortmund für 115 Millionen Euro in Richtung Barcelona.
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Platz 3: Mit einer Ablösesumme von 163 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Barcelona ist Philippe Coutinho der zweitteuerste Brasilianer und drittteuerste Transfer aller Zeiten.
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Platz 2: Paris St. Germain lieh Wunderstürmer Kylian Mbappe zunächst für eine Saison von der AS Monaco aus. Anschließend griff eine Kaufverpflichtung in Höhe von 180 Millionen Euro.
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Platz 1: Den absoluten Transfer-Rekord stellte Neymar auf, der ebenfalls zum zweiten Mal in der Aufzählung auftaucht. Paris St. Germain bezahlte für den Brasilianer die unfassbare Summe von 222 Millionen Euro.
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Neymar als CR7-Nachfolger?
Neymar könnte die vakante Superstar-Rolle von CR7 einnehmen. Immer wieder waren Liebesbekundungen aus dem Umfeld des Brasilianers Richtung Madrid zu vernehmen, aber zu einem Transfer wird es wohl nicht kommen. Nicht einmal, wenn Real seine Meinung ändert und sich offiziell um die Dienste des extravaganten Edeltechnikers bemüht.
"Das Ganze scheitert einfach am Vertrag von Neymar, denn dieser sieht keinerlei Exit-Variante vor. Es gibt keine fixe Ablösesumme oder eine Eventualität in einer Klausel, die besagt, dass er unter bestimmten Bedingungen den Verein verlassen kann", erklärt Rafael Buschmann im Gespräch mit Sky Sport.
Image:Nach dem Abgang von Cr7 hat Real Gerüchte um Neymar dementiert.
Der Autor des Buches Football Leaks hat den Kontrakt des Brasilianers studiert und berichtet von einer außerordentlichen Klausel, die er so auch noch nie gesehen hat.
Verrückte Klausel im Vertrag
"Am Ende des Vertrags steht noch einmal explizit als Passage drin, dass er unter keinen Umständen den Verein verlassen kann und dass er den Vertrag bis zum Schluss erfüllen muss, weil sich alle Seiten darauf geeinigt haben."
Die einzige Chance doch herauszukommen, besteht laut Buschmann nur, wenn Neymar Sportinvalide wird oder höhere Mächte, wie beispielsweise ein Erdbeben in Paris im Spiel sind.
Diese beide Optionen klingen dann schon sehr unwahrscheinlich.
Buschmann verrät: Irrwitzige Klausel in Neymars Vertrag