Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück muss zum Jahresauftakt gegen den SV Sandhausen eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Dabei spielte sich um VfL-Keeper Philipp Kühn ein kurioses Drama ab.
In der 43. Minute holte Philipp Kühn beim Stand von 0:0 Sandhausens Stürmer Kevin Behrens im Strafraum von den Beinen. Die Folge: Elfmeter und Gelb für den VfL-Torhüter.
Danach brandete zunächst Jubel an der Bremer Brücke auf, denn Kühn parierte den Strafstoß von Leart Paqarada. Allerdings sorgte die Regel 14 anschließend für Entsetzen.
Kühn wird Regel 14 zum Verhängnis
Darin heißt es: "Bei der Ausführung des Strafstoßes muss sich der Torhüter mindestens mit einem Teil eines Fußes auf oder über der Torlinie befinden."
Kühn hatte bei seiner Parade die Linie verlassen, daher wurde der Elfmeter wiederholt - und nicht nur das. Schiedsrichter Timo Gerach blieb anhand der Regel keine andere Wahl, als den 27-Jährigen für sein Vergehen die Gelb-Rote Karte zu zeigen.
Thioune: "Hat mit Fußball wenig zu tun"
Gegen den eingewechselten Ersatzkeeper Nils Körber behielt Paqarada im zweiten Anlauf die Nerven und verwandelte sicher.
"Das fühlt sich vielleicht regelkonform an und muss so sein, aber mit Fußball hat das wenig zu tun. Das fühlt sich für mich nicht richtig an und tut mir weh, weil damit ein Spiel kaputtgemacht wird", haderte Osnabrücks Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz mit der Regelauslegung.