Wie sinnvoll ist ein Guehi-Wechsel zum FC Bayern?

Sky Sport enthüllte am Montag bei Transfer Update - die Show, dass neue Anrufe zwischen Bayern-Sportvorstand Max Eberl und der Seite von Marc Guehi stattgefunden haben.

Von Nico Ditter,

Sky Sport hat bei Transfer Update - die Show enthüllt, dass neue Anrufe zwischen Bayern-Sportvorstand Max Eberl und der Seite von Marc Guehi stattgefunden haben. Die Bayern wollen den Verteidiger von einem Wechsel im Sommer überzeugen.

Die Bayern wollen den englischen Innenverteidiger von einem ablösefreien Wechsel im Sommer überzeugen. Aber ergibt ein solcher Wechsel überhaupt Sinn? Ein Pro und Contra.

Die Vorzeichen sind eindeutig: Guehis Vertrag läuft im Sommer aus. Der Kapitän von Crystal Palace wird spätestens nach der Saison wechseln, was die nationale und internationale Konkurrenz auf den Plan ruft. Neben Manchester City, Arsenal und Liverpool macht sich auch der FC Bayern Hoffnung auf einen Deal - unabhängig von der wahrscheinlichen Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano. Eberl ist ein großer Fan von ihm.

Unabhängig der Personalie Dayot Upamecano will der FC Bayern Marc Guehi unbedingt verpflichten. Deswegen tätigte Max Eberl auch neue Anrufe, doch die Konkurrenz schläft nicht.

Guehi und der deutsche Rekordmeister - ein sinnvolles Match?

Pro: Die Bayern sollen Guehi unbedingt holen

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Führungsspieler, Leistungsträger und Stammspieler in der englischen Nationalmannschaft unter Trainer Thomas Tuchel! "Marc hat alles, was ich von einem Innenverteidiger erwarte: Zweikampfstärke, Disziplin, Schnelligkeit, Passgenauigkeit und die nötige Ruhe am Ball", schwärmte der Coach der Three Lions von Bayerns Transfer-Ziel. Auch charakterlich weiß der Mentalitätsspieler zu überzeugen. Er stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. Gerade das macht ihn für die Münchner interessant. Darüber hinaus glänzt er mit seinem Stellungsspiel und der Fähigkeit, seine Teamkollegen von hinten heraus lautstark zu coachen.

Guehi reift schon jetzt zu einem Weltklasse-Verteidiger - ohne überhaupt bei einem Top-Klub zu spielen. Der 1,82 Meter große Abwehrspieler ist mit 25 Jahren im besten Fußballeralter, wenngleich sein Potenzial noch nicht vollends ausgeschöpft ist. FCB-Coach Vincent Kompany, der ebenfalls ein Weltklasse-Innenverteidiger gewesen ist, kann ihm helfen, die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.

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Besonders lukrativ: Seine Vertragssituation! Guehi wäre im Sommer ablösefrei. Handgeld und Gehalt hin oder her - der Palace-Kapitän wäre im Verhältnis noch immer ein absolutes Schnäppchen.

Neue taktische Komponenten?

Auch die große Konkurrenzsituation mit Upamecano und Jonathan Tah könnte ihn noch einmal zu Bestleistungen anstacheln und den Bayern neue taktische Optionen bieten. Guehi oder Tah? Nicht unbedingt! Der Innenverteidiger kommt bei Crystal Palace überwiegend in einer Dreierkette zum Einsatz. Kompany könnte folglich ebenfalls auf ein System mit drei Innenverteidigern zurückgreifen oder während eines Spiels umstellen. Spannend: Guehi wäre dann sowohl eine Option auf der linken als auch auf der rechten Innenverteidigerposition und somit mehr als nur ein Herausforderer für Upamecano und Tah.

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Contra: Drei Top-Innenverteidiger ist einer zuviel

Warum sollten die Bayern eine Baustelle aufmachen, die eigentlich keine ist? Mit nur zwölf Gegentoren in 16 Bundesliga-Partien stellt der deutsche Rekordmeister die beste Defensive der Liga. Upamecano, der seinen Kontrakt in München verlängern wird, und Tah haben daran als Stabilisatoren einen enormen Anteil.

Es gibt eigentlich keinen Grund, an dieser Zusammenstellung etwas zu verändern, zumal Minjae Kim zum aktuellen Stand auch noch als Backup zur Verfügung steht. Vor einem weiteren Deal mit einem Top-Innenverteidiger wäre es notwendig, dass er den Verein verlässt.

Ablösefreier Deal schön und gut: Das Gesamtvolumen für einen Guehi-Transfer wäre mit Handgeld und einem hohen Gehalt über mehrere Jahre enorm. Diese Aufwendungen könnte sich der deutsche Rekordmeister sparen und anderweitig investieren - beispielsweise in einen Herausforderer für Luis Diaz. Darüber hinaus ist der Palace-Star ein Rechtsfuß, der auch halb links spielen kann. Die Bayern hätten aber eigentlich gerne mal wieder einen Linksfuß in der Innenverteidigung - einen wie Dortmunds Nico Schlotterbeck.

Zudem wäre der Schritt für Guehi von Palace zu einem europäischen Riesen wie dem FC Bayern groß. Der 26-malige englische Nationalspieler müsste sich wahrscheinlich erst einmal akklimatisieren, die Bundesliga kennenlernen und sich aller Voraussicht nach als Innenverteidiger Nummer drei hinten anstellen.

Guehi ist zu gut für die Bank

Warum sollte er das tun? Guehi ist in der Mannschaft von Teammanager Oliver Glasner ein absoluter Dauerbrenner und kommt in der laufenden Saison auf bereits 33 Pflichtspieleinsätze (drei Tore und vier Assists). Nur einmal fehlte der Verteidiger verletzt. Bei den Three Lions ist er ebenfalls ein integraler Bestandteil. Guehi will und muss folglich auch bei seinem neuen Klub sofort spielen. Diese Garantie gibt es bei Bayern aktuell nicht.

Ein Wechsel zu ManCity oder Liverpool läge folglich eher auf der Hand. Dort dürfte er mit Blick auf die Abwehr- und Verletzungsproblematiken der beiden PL-Giganten sofort eine essenzielle Stütze sein.

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Wohin zieht es Guehi? Bei Transfer Update - die Show und in unserem Liveblog verpasst Du garantiert keine Entwicklung.

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