FC Bayern stellt seit 1982 immer mindestens einen WM-Finalisten
Dass kein Spieler des deutschen Rekordmeisters bei einem WM-Finale auf dem Platz stand, war zuletzt 1978 der Fall.
14.07.2026 | 10:56 Uhr
Mit Dayot Upamecano, Michael Olise und Harry Kane stehen noch drei Bayern-Profis in den Halbfinals der Weltmeisterschaft. Sollten Frankreich und England den Kürzeren ziehen, würde die Serie der Münchner reißen.
Von Johann Spiegler
Als 1978 WM-Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung bezwang, wirkte in Buenos Aires kein Spieler des FC Bayern mit. Seitdem war der FCB bei jedem WM-Finale durch mindestens einen Spieler vertreten.
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1982 standen mit Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge und Wolfgang Dremmler gleich drei Münchner im deutschen Team, das Italien in Madrid mit 1:3 unterlag. Immerhin avancierte Breitner dank seines Ehrentreffers zum ersten Spieler überhaupt, der in zwei verschiedenen WM-Endspielen treffen konnte (zuvor 1974). Vier Jahre später verloren Lothar Matthäus, Dieter Hoeneß und Norbert Eder mit Deutschland das Finale gegen Argentinien mit 2:3. 1990 gelang dann im dritten Endspiel in Folge der große Wurf: Klaus Augenthaler, Stefan Reuter, Jürgen Kohler und Co. führten die DFB-Auswahl zum WM-Titel.
Immer mindestens ein Bayern-Star dabei
Auch bei den folgenden Turnieren blieb die Bayern-Beteiligung bestehen. 1994 vertrat Jorginho die Münchner beim WM-Triumph Brasiliens gegen Italien (3:2 i.E.). Vier Jahre später krönte sich Bixente Lizarazu mit Frankreich durch ein 3:0 gegen Brasilien zum Weltmeister. 2002 mussten Oliver Kahn, Thomas Linke und Jens Jeremies im Finale von Yokohama eine 0:2-Niederlage gegen Brasilien hinnehmen. 2006 erreichte Willy Sagnol mit Frankreich das Endspiel in Berlin, verlor dort jedoch gegen Italien im Elfmeterschießen.
2010 standen mit Mark van Bommel, Arjen Robben und Edson Braafheid drei Bayern-Profis im niederländischen Aufgebot, das sich Spanien mit 0:1 nach Verlängerung geschlagen geben musste. Vier Jahre später holten Philipp Lahm, Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze, Bastian Schweinsteiger, Jerome Boateng und Manuel Neuer gegen die Argentinier den Weltmeister-Pokal in Rio de Janeiro.
2018 gewann Frankreich mit Bayern-Spieler Corentin Tolisso das Finale gegen Kroatien mit 4:2. Bei der WM 2022 standen mit Dayot Upamecano und Kingsley Coman erneut zwei Münchner auf dem Rasen, dazu war auch Benjamin Pavard im Kader. Frankreich unterlag im Endspiel jedoch Argentinien mit 2:4 im Elfmeterschießen.
Bleibt die Bayern-Serie bestehen?
Beim diesjährigen Turnier gehört Harry Kane mit sechs Treffern zu den Top-5-Torjägern und ist für die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel unverzichtbar. Michael Olise wartet zwar immer noch auf sein erstes Tor, hat dafür aber mit fünf Assists die meisten aller Spieler bei der WM. Sein Teamkollege Upamecano dagegen befindet sich in Topform und hat bislang mit dafür gesorgt, dass die Franzosen in der K.o.-Phase noch keinen Gegentreffer schlucken mussten.
Nur wenn sich entweder Frankreich mit Olise und Upamecano gegen Spanien oder England mit Kane gegen Argentinien unter den besten Vier der WM durchsetzen, bleibt die Bayern-Serie bestehen.
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