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Handball News: Wandschneider vor Duell gegen THW Kiel über seine Zukunft

Kult-Trainer Wandschneider: Ende einer Ära oder Neuanfang?

Isabel Barquero Pena

22.03.2021 | 14:54 Uhr

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Am Samstag kriegt es der deutsche Rekordmeister mit Angstgegner HSG Wetzlar zu tun - Sky Sport hat vorab mit Trainer Kai Wandschneider und Linksaußen Maximilian Holst gesprochen (Videolänge: 3:28 Minuten).

Das Ende einer Ära: Nach neun Jahren ist für Trainer Kai Wandschneider bei der HSG Wetzlar Schluss. Der 60-Jährige hätte gerne weitergemacht, doch der Klub plant bereits seit November ohne ihn. Wie es für ihn weitergeht, erzählt er im Interview mit Sky.

In dieser Saison brachte es einzig die HSG Wetzlar fertig, dem THW Kiel in der Handball-Bundesliga eine Niederlage beizubringen. 31:22 hieß es im Hinspiel im Oktober 2020. Und wenn es nach Trainer Kai Wandschneider geht, soll sich dieses sensationelle Ereignis am Samstag (ab 20 Uhr live auf Sky Sport 6 oder in der Samstags-Konferenz auf Sky Sport 2 und im Stream auf skysport.de) wiederholen.

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"T-Shirts mit Champions-League-Sieger-Bezwinger"

Für die Zebras ist die HSG mittlerweile der Angstgegner schlechthin. "Die Geschichte Wetzlar-Kiel ist in den letzten Jahren eine ganz besondere, wir haben in den letzten fünf Jahren stets in den Meisterschaftsspielen gewonnen. Eigentlich weise ich hier die ganze Zeit auf T-Shirts hin - Champions-League-Sieger-Bezwinger", sagt Wandschneider lachend im Exklusiv-Interview mit Sky.

Doch das Duell am Samstag wird vorerst das letzte als HSG-Trainer gegen Kiel sein. Denn nach der Saison heißt es: Schluss für Wandschneider, eine Ära geht zu Ende. Für viele Handball-Freunde war diese Nachricht ein Schock. Immerhin hat der sympathische Coach fast schon einen Kultstatus bei den Fans - nicht nur, weil er seit Jahren als die handballerische Bundesliga-Lebensversicherung der HSG Wetzlar gilt. Ganze neun Jahre war der 60-Jährige bei den Hessen als Coach aktiv, im Frühjahr 2012 hatte er die Grün-Weißen zum Klassenerhalt geführt und in der Folge trotz ständig wechselnder Besetzungen aus dem Abstiegskampf herausgehalten.

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Handball, Bundesliga, 3. Spieltag: Die HSG Wetzlar deklassiert den amtierenden Meister aus Kiel mit 31:22 nach einer starken Leistung in der Offensive (Videolänge: 2:18 Minuten).

Wandschneider: "Ich bin natürlich enttäuscht"

Gerne hätte Wandschneider weiter gemacht, doch die Verantwortlichen entschieden sich bereits im November für einen Neuanfang mit einem deutlich jüngeren Trainer. Benjamin Matschke von den Eulen Ludwigshafen übernimmt seinen Posten. "Ich bin natürlich enttäuscht, ich hätte mir vorstellen können, meine Trainerkarriere in Wetzlar zu beenden. Die Führung aber hat andere Pläne. Das habe ich so zu akzeptieren", hatte er damals nach der Verreinsmitteilung etwas nüchtern verkündet.

Ende Juni heißt es dann erst einmal Abschied nehmen von der HBL. "Ich werde definitiv eine Pause einlegen und benötige diese auch unbedingt. Ich bin alt genug, um einfach zu sagen, dass ich mehr oder weniger 20 Jahre ununterbrochen Trainer in der ersten und zweiten Bundesliga war und das schlaucht schon extrem", spricht der beliebte Trainer über seine Zukunft.

Er benötige etwas Abstand, um sich "intensiver um gesundheitliche Dinge zu kümmern. Ich benötige einfach neue Energie, denn ich merke, wie mein Energiehaushalt in den Keller geht."

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Kai Wandschneider wird zum Ende der Saison die HSG Wetzlar verlassen. Im exklusiven Interview mit Sky äußert sich der Wetzlar-Trainer zu seiner persönlichen Zukunft. Weitere Aussagen aus dem Interview gibt es am Samstag im TV und auf skysport.de.

Wie geht es für Wandschneider weiter?

Ein Karriereende bedeutet das aber noch lange nicht, der gebürtige Hamburger kann sich früher oder später durchaus eine Rückkehr vorstellen. "Ich werde gucken, ob es interessante Projekte gibt und wie ich dem Handball erhalten bleiben kann und ihm auch weiter dienen kann. Das ist mein Leben, das sind genau die richtigen Menschen, auf die ich im Handball treffe. Ich fühle mich sehr wohl, die ticken so wie ich. Und dafür bin ich auch noch jung genug, um dort noch mal eine interessante Aufgabe zu finden."

Jetzt geht es aber erstmal gegen den deutschen Rekordmeister - für Wandschneider und seine Wetzlarer immer eine interessante Aufgabe.

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