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Handball: Reaktionen aus der Bundesliga zur Coronavirus-Epidemie

"Flagge zeigen'': HBL-Vereine zeigen Verständnis für Corona-Maßnahmen

Lisa-Marie Rohe

18.03.2020 | 23:51 Uhr

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Der Coronavirus schränkt in Europa derzeit große Teile des öffentlichen Lebens ein. Der Handball bekommt diese Einschränkungen auch zu spüren. Sky Sport fasst die Reaktionen im Überblick zusammen.

Die HBL pausiert vorerst bis zum 22. April, das heißt die Hallen bleiben bei den 18 Bundesligisten leer und auch das Mannschaftstraining fällt vorerst aus. Wie die Bundesligisten sich zur aktuellen Situation bislang geäußert haben, zeigt Euch Sky Sport hier:

THW Kiel: Geschäftsführer Sabine Holdorf-Schust und Viktor Szilagyi: "Die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. Jeder Einzelne von uns kann einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten".

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Rhein-Neckar Löwen: Geschäftsführerin Jennifer Kettemann zum positiven Befund von Mads Mensah: "Wir befinden uns in ständigem Kontakt mit unserem Mannschaftsarzt, dem Gesundheitsamt sowie den Behörden und werden alles tun, was in unserer Macht steht, um eine Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Wir sind uns unserer Verpflichtung und Verantwortung in dieser kritischen Situation bewusst. Die Gesundheit unserer Spieler und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität".

"Schutz der Bevölkerung selbstverständlich oberste Priorität"

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Auch die zweite Handball-Bundesliga pausiert derzeit. Der TV Hüttenberg und seine Spieler nutzen die Zeit, um für Menschen in Quarantäne oder Risikogruppen das Einkaufen übernehmen.

MT Melsungen: Vorstand Axel Geerken …

zu möglichen Maßnahmen: "Zum Thema staatliche finanzielle Unterstützung der Klubs zählt zum Beispiel die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Dies prüfen wir zur Zeit. Damit werden wahrscheinlich nicht die Spielergehälter in voller Höhe abgedeckt werden können, aber es wäre eine willkommene Form der Unterstützung. Ob die Vereine auch Liquiditätshilfen, in welcher Form auch immer, erwarten können, ist noch unklar".

… über den Trainingsbetrieb: "Die öffentlichen Fitnessclubs und Krafträume der Sporthallen sind entweder schon geschlossen oder schließen in Kürze. Darauf mussten wir reagieren und haben unsere Spieler entsprechend instruiert. Höchstens zum Lauftraining treffen sie sich in Kleinstgruppen und trainieren ansonsten für sich allein. Einen Corona-Verdachtsfall oder gar eine Ansteckung gab es bei uns bislang zum Glück noch nicht. Wir weisen stets deutlich darauf hin, dass alle die allgemeinen Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen zu ihrem eigenen Schutz, aber auch zu dem ihrer Mitmenschen einhalten".

… zur Verlegung des Final4: "Dies wäre der letztmögliche Termin in der laufenden Saison, da am 30. Juni unser Geschäftsjahr endet und danach die Spieler, deren Verträge auslaufen oder nicht verlängert werden, nicht mehr zur Verfügung stehen".

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SC DHfK Leipzig: Geschäftsführer Karsten Günther: "Oberste Priorität hat jetzt, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus in den Griff zu bekommen, um sowohl uns als auch unsere Mitmenschen zu schützen. Dabei haben wir als sportliches Aushängeschild eine Vorbildfunktion und wollen dieser in der aktuell kritischen Lage umso mehr gerecht werden. […] Gleichzeitig versuchen wir innerhalb unseres starken Wirtschaftsnetzwerkes verschiedene Hilfen für und von unseren Partnern zu vermitteln, denn auch sie stehen gerade vor großen Herausforderungen. Ich bin sicher, dass wir diese gemeinsam meistern werden, wenn sich alle mit einbringen. Und dann können wir uns auch bald wieder mit voller Leidenschaft den sportlichen Dingen widmen, die aktuell einfach hintenanstehen müssen".

"Ansporn für unsere Arbeit und gutes Zeichen zugleich"

HSG Wetzlar: Geschäftsführers Björn Seipp: "Die vollkommen zurecht beschlossene Aussetzung der Liga, sowie alle ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung und Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) stellen einen sportlich und wirtschaftlich einzigartigen, massiven und existenziell bedrohlichen Einschnitt für die Clubs der Handball-Bundesliga dar. Allerdings müssen in der aktuellen Situation die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung selbstverständlich oberste Priorität haben. […] Durch den Ausfall der Spiele bleiben die überlebensnotwendigen Einnahmen aus. […] Wir müssen aufpassen, dass wir keinen unternehmerischen Schiffbruch erleiden. Es ist eine Krise, die alle Grün-Weißen nur gemeinsam meistern können! Daher heißt es mehr denn je, auf unsere größte Stärke zu vertrauen und gemeinsam für Wetzlar zu zeigen: WIR LIEBEN DAS SPIEL! Zuversicht und Mut geben uns die gezeigte Loyalität und Solidarität erster Sponsoren und treuer Dauerkarten-Besitzer, die bereits signalisiert haben, auf Regress-Ansprüche zu verzichten, um damit der HSG Wetzlar auch in schweren Zeiten ihre Verbundenheit zu zeigen."

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Der Coronavirus hat auch auf die HBL einen erheblichen Einfluss genommen. Im Interview spricht Löwen-Trainer Martin Schwalb über die Auswirkungen auf die Liga, ihn selbst und seine Mannschaft (Videolänge: 5:19 Minuten).

TBV Lemgo-Lippe: Geschäftsführer Jörg Zereike und Ulrich Kaltenborn: "Es ist sicherlich eine Ausnahmesituation, in der wir alle gefordert sind, das primäre gesellschaftliche Ziel zu erreichen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wir stehen in der Verantwortung, unseren Teil dazu beizutragen und somit natürlich auch unsere Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Wir werden die Lage rechtzeitig vor dem 30. März neu bewerten und dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen."

HC Erlangen: Aufsichtsratsvorsitzender Carsten Bissel: "Jeder weiß, dass die Corona-Pandemie in diesen Zeiten unser Leben, das Leben auf der ganzen Welt unerwartet und erheblich beeinträchtigt. Zum Schutz jedes einzelnen wurden zurecht Maßnahmen angeordnet, die die Ansteckungsgefahr und zwischenmenschliche Kontakte verringern sollen. […] Ich möchte deshalb die ganze HC-Familie herzlich bitten, in diesen schwierigen Zeiten Flagge zu zeigen, eng zusammenzustehen und gemeinsam mitzuhelfen, unseren HC Erlangen nicht zu verlieren. Unsere Mannschaft hat heute ein erstes Zeichen gesetzt und dem Verein Unterstützung zugesagt. Das ist für uns, die wir uns Tag für Tag ehrenamtlich um unseren Verein kümmern, ein Ansporn für unsere Arbeit und ein gutes Zeichen zugleich."

Eulen Ludwigshafen: Geschäftsführerin Lisa Heßler: "Wir kommen unserer Vorbildfunktion nach und tragen unseren Teil dazu bei, um schnellstmöglich wieder dem nachzugehen, was uns verbindet. Dafür sind in der jetzigen Situation, zum Schutze der Allgemeinheit, konsequente Maßnahmen zu ergreifen".

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