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Torjäger Musche will mit Magdeburg die Meisterschaft holen

Erinnerungen an "Kretzsche"-Ära

25.09.2018 | 13:42 Uhr

Er ist nicht zu bremsen: Matthias Musche führt die Torjäger-Liste an und äußert Meisterschafts-Pläne.
Image: Er ist nicht zu bremsen: Matthias Musche führt die Torjäger-Liste an und äußert Meisterschafts-Pläne. © Imago

Überraschungs-Tabellenführer SC Magdeburg rockt die Bundesliga. Großen Anteil daran haben Trainer Bennet Wiegert und Torjäger Matthias Musche.

Sechs Spiele, sechs Siege - Tabellenführung, Meisterträume: Der SC Magdeburg ist zurzeit die heißeste Nummer im deutschen Handball. Der "ICE der Bundesliga" rast mit spektakulärem Tempospiel von Erfolg zu Erfolg - und lässt Erinnerungen an die legendäre Meistermannschaft um Stefan Kretzschmar wach werden.

"Sollten sich die anderen mehr Schwächephasen erlauben als gedacht, dann sind wir natürlich gerne da", sagte Magdeburgs Torjäger Matthias Musche. Ja, der SCM könne 18 Jahre nach dem großen Coup von Kretzschmar und Co.wieder den Sprung nach ganz oben schaffen: "Aber das können vier weitere Teams auch. Und die sind alle verdammt stark."

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SCM fehlt nur ein Sieg zum Startrekord

So richtig stark spielen bislang aber vor allem die Magdeburger. Mit den deutlichen Siegen bei der MT Melsungen und gegen den THW Kiel setzte das erfahrene Team von Trainer Bennet Wiegert zwei dicke Ausrufezeichen. Im Heimspiel gegen GWD Minden winkt am Donnerstag (ab 18.30 Uhr LIVE auf Sky) nun der siebte Sieg - es wäre der Startrekord für den Traditionsklub, der seine letzte große Zeit Anfang der 2000er Jahre damals noch unter Alfred Gislason erlebte.

Die neue Stärke kommt nicht von ungefähr. Seit drei Jahren arbeitet Coach Wiegert, Sohn von Handball-Ikone Ingolf Wiegert, mit der Mannschaft, die Fluktuation im Kader ist minimal. Die Abläufe auf dem Feld wirken einstudiert, das Team ist ein verschworener Haufen.

"Erfolg durch Kontinuität. Das zahlt sich aus", erklärt SCM-Präsident Dirk Roswandowicz die Erfolgsformel. Das Team habe sich unter "Benno" enorm weiterentwickelt. "Die Jungs sind gereift, sie treffen viele richtige Entscheidungen", so der Klubchef.

Musche lobt "eingespieltes Gebilde"

Das kann Torgarant Musche nur unterstreichen. "Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Gebilde, in das sich die beiden Neuzugänge Albin Lagergren und Ignacio Plaza mit ihrer Qualität sofort einfügen konnten", sagt der Nationalspieler.

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Musche ist eines der Gesichter des neuen SCM. 55 Mal traf der pfeilschnelle Linksaußen in den bisherigen sechs Spielen - und führt damit die Liga-Torschützenliste mit großem Vorsprung an. "Das Tempospiel kommt mir als Außen natürlich sehr gelegen", sagt Musche, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2024 verlängerte und damit ein klares Zeichen für den Handball-Standort Magdeburg setzte.

Für GWD-Coach Carstens ist SCM Titelanwärter

Für Mindens Trainer Frank Carstens ist der Klub mit den heißblütigen Anhängern in der momentanen Form "auf jeden Fall" ein Titelkandidat. "Der SCM hat sehr gute Möglichkeiten in dieser Saison deutscher Meister zu werden", sagte Carstens und bezeichnete Magdeburg als den "ICE in der Bundesliga, den es zu bremsen gilt".

Coach Wiegert ist schon jetzt aus dem Schatten des großen Gislason getreten - zumindest was die Punktausbeute angeht. Mit dem Sieg am vergangenen Wochenende in Gummersbach stieg er zum punktbesten SCM-Trainer in der Liga-Historie auf, verbesserte seinen Schnitt auf 1,47 Zähler pro Spiel (132 in 90 Spielen). Gislason holte in seiner Ära von 1999 bis 2006 pro Partie 1,46 Punkte. (sid)

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